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Adecco-Übernahme am Preis gescheitert

Der grösste Stellenvermittler hat sein Angebot für die britische Michael Page zurückgezogen. Ihr Angebot war den Briten zu niedrig.

Adecco werde «zum jetzigen Zeitpunkt» kein Angebot zur Übernahme vorlegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Man wolle finanziell diszipliniert bleiben, begründete Adecco den Entscheid. Die ablehnende Reaktion von Michael Page hätte deutlich gemacht, dass eine freundliche Übernahme zu Konditionen, welche auch Adecco zufriedenstellen würden, nicht möglich sei.

Adecco zeigte sich indes weiterhin davon überzeugt, dass eine Kombination von Adecco und Michael Page beiden Unternehmen Vorteile gebracht hätte, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Mit der Verzichtserklärung darf Adecco laut britischem Übernahmegesetz in den nächsten sechs Monaten kein Kaufangebot mehr für Michael Page unterbreiten. Ausnahme wäre, wenn der Verwaltungsrat des britischen Stellenvermittlers auf den Schweizer Konzern zukäme oder wenn ein anderes Übernahmeangebot für Michael Page publik würde.

Page wollte 1,5mal so viel

Adecco hatte im Mai 2008 erstmals Kontakt zu Michael Page aufgenommen. Anfang August hatte Adecco Gespräche mit Michael Page im Hinblick auf eine Übernahme bekanntgegeben. Michael Page erklärte diese aber zehn Tage später für beendet. Michael Page habe eine «sehr starke Zukunft als unabhängige Gruppe», liess der Verwaltungsrat des Stellenvermittlers damals verlauten.

Adecco wollte die Mehrheit an Michael Page kaufen und bot unverbindlich 4 Pfund je Aktie. Bei einer vollständigen Übernahme hätte Adecco damit rund 2,7 Mrd. Fr. auf den Tisch legen müssen. Michael-Page-Chef Steve Ingham hielt damals einen Verkauf für denkbar, falls der Preis bei 6 Pfund je Aktie oder höher liege.

SDA/oku

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