Weitere Preisrunde: Coop zieht nach

Nachdem die Migros letztes Wochenende erste Verhandlungserfolge mit Markenanbieter in der Euro-Diskussion erzielt hat, ist jetzt auch Coop so weit.

Wachstumstreiber: Nachhaltigkeits-Eigenmarken und -Gütesiegel legten im vergangenen Jahr überproportional zu.

Wachstumstreiber: Nachhaltigkeits-Eigenmarken und -Gütesiegel legten im vergangenen Jahr überproportional zu.

(Bild: Keystone)

Benita Vogel@tagesanzeiger

Der Detailhändler will am nächsten Montag die Preise von 2200 Produkte abschlagen. Dabei sollen Produkte von L’Oreal 9 bis 16 Prozent billiger werden, Nivea werde bis zu 11 Prozent billiger. Procter & Gamble-Marken wie Pampers und Gillette sollen bis 10 beziehungsweise 20 Prozent günstiger zu haben sein. Das entspricht etwa dem Preisabschlag, den die Migros gestern schon eingeführt hat.

Die Preisabschläge seine die Folge von ersten Verhandlungserfolgen mit den Markenmultis, sagte Coop-Chef Joos Sutter heute an der Medienkonferenz in Muttenz. Insgesamt habe Coop damit seit Mitte Januar die Preise von 4500 Produkten verbilligt. Auch die Preise in den Fachmärkten wie Interdiscount sollen weiter sinken, verspricht der Coop-Chef.

Angesichts der Preisspirale sieht es Sutter als «sehr schwierig an», dass Coop in diesen Jahr wachsen kann. «Bis Mitte Januar hätte ich noch gesagt, wir wachsen 2015 gleich stark wie 2014», sagte Sutter, «das sieht nach dem Entscheid der Nationalbank, den Mindestkurs aufzuheben, ganz anders aus». Konkrete Prognosen wagt er keine.

2014 ist der Gesamtumsatz von Coop währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf 28,2 Milliarden Franken gewachsen. Der Jahresgewinn belief sich auf 470 Millionen Franken, was einer Zunahme um 8 Millionen Franken entspricht.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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