Villiger erwartet Rekordabsatz von einer Milliarde Glimmstängel

Im ersten Halbjahr hat Villiger 46,5 Prozent mehr Glimmstängel abgesetzt als in der Vorjahresperiode. Der Grund: Im Ausland greifen immer mehr Zigarettenraucher zum Zigarillo - weil er günstiger ist.

Hier wird zum Teil noch von Hand gerollt: Zigarren-Fabrik Villiger Söhne AG in Pfeffikon LU.

Hier wird zum Teil noch von Hand gerollt: Zigarren-Fabrik Villiger Söhne AG in Pfeffikon LU.

(Bild: Keystone)

Das in Pfeffikon LU ansässige Familienunternehmen rechnet damit, im gesamten Jahr 2010 erstmals über eine Milliarde Zigarren und Zigarillos zu verkaufen, wie es am Montag mitteilte. Im ersten Halbjahr 2010 waren es 480 Millionen gewesen. 2009: 770 Millionen Stück. Ein grosses Wachstum erzielte Villiger im ersten Halbjahr vor allem in Deutschland und Spanien dank neuen Zigarillo-Produkten, wie Geschäftsführer Marcel Ziltener auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Der neu in Deutschland verkaufte Zigarillo ist von der Tabakmischung her auf Zigarettenraucher zugeschnitten. Aus steuerlichen Gründen sei die Zigarillo aber nur halb so teuer wie eine Zigarette, sagte Ziltener. Der Zigarettenmarkt ist für Villiger attraktiv, weil er ein vielfaches grösser ist als der Zigarillo- und Zigarrenmarkt. Zudem sei der Marktanteil von Villiger in Deutschland und Spanien klein, so dass ein Wachstum möglich sei, sagte Ziltener.

Weniger gut läuft es bei den grossformatigen Produkten. Die Rauchverbote träfen vor allem die Zigarren, sagte Ziltener. Eine Zigarre könne nicht rasch in fünf Minuten vor der Tür geraucht werden. Villiger produziert dieses Jahr somit zwar mehr, aber vermehrt kleine Glimmstängel. Das Stückzahlwachstum könne deshalb nicht eins zu eins auf Umsatz und Ertrag übertragen werden, sagte Ziltener.

sam/sda

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