Swiss Life kauft 28 Zürcher Top-Immobilien von Ledermann

Die Ledermann Immobilien AG verkauft fast die Hälfte ihres Liegenschaftenportfolios an die Swiss Life. Der Verkaufspreis bleibt geheim.

Gehört nun der Swiss Life: Das Wildbachgut in Zürich.

Gehört nun der Swiss Life: Das Wildbachgut in Zürich.

Nach dem abgeblasenen Börsengang hat sich die Immobilienfirma Ledermann durch Liegenschaftsverkäufe frisches Geld beschafft. Sie verkauft der Swiss Life fast die Hälfte ihrer 60 Immobilien. Dabei handelt es sich vorwiegend um qualitativ hochstehende Objekte in der Agglomeration und der Stadt Zürich.

Der Verkauf der 28 Liegenschaften, darunter das Wildbachgut und das Münchhaldeneck im Zürcher Seefeld, stärke die Bilanz von Ledermann und erhöhe die Eigenkapitalquote deutlich, teilte die Immobilienfirma mit. Damit eröffne sich neuer Handlungsspielraum und die Gruppe verschaffe sich auch Wachstumsperspektiven. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Immobilien werden nicht bekannt gegeben

Michael Müller, CEO der Ledermann Immobilien AG (LIAG), will auf Anfrage nicht bekannt geben, welche Liegenschaften genau an die Swiss Life veräussert wurden. «In Abstimmung mit dem Käufer haben wir festgelegt, dass keine weiteren Details kommuniziert werden.»

Der Verkauf von fast der Hälfte des LIAG-Portfolios habe aber nichts damit zu tun, dass das Unternehmen Geld brauche. «Nötig war der Schritt nicht. Wir haben aber immer betont, dass wir neben einer möglichen Aktienaufstockung auch andere Optionen prüfen, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen.»

Ledermann und Swiss Life spannen zusammen

Neben dem Verkauf der Liegenschaften habe auch die Partnerschaft mit Swiss Life eine grosse Bedeutung. So könne die LIAG einerseits sämtliche verkauften Immobilien «für mindestens fünf Jahre» weiter bewirtschaften. Andererseits werde man künftige Projekte gemeinsam entwickeln und vermarkten. An der nächsten Generalversammlung soll ein Vertreter von Swiss Life in der Verwaltungsrat der Ledermann Immobilien gewählt werden.

Unabhängig von der Zusammenarbeit mit Swiss Life realisiere die LIAG derzeit «drei interessante Projekte». So seien Wohnungen an der Arbenzstrasse im Seefeld Ende Mai bezugsbereit und schon Anfang April gelte gleiches für das ehemalige Kino Razzia. Zudem hätten im gleichen Quartier die Bauvorbereitungen für den Gebäudekomplex am Kirchenweg begonnen: «Ab Mitte Jahr werden wir diesen voraussichtlich innerhalb von zwei Jahren umbauen.»

Auch ausserhalb des Seefelds ist die LIAG derzeit aktiv. «Derzeit sind wir an konzeptionellen Studien für zwei Immobilien, welche prüfen sollen, wie man diese am besten weiterentwickeln kann», erklärt Müller. Eine liegt an der Mutschellenstrasse im Brunauquartier, die andere an der Badenerstrasse in Altstetten.

Swiss Life ist grösster privater Immobilienbesitzer

Die LIAG hatte letzten September ihren Börsengang angekündigt. Am 8. Oktober, an dem die neue Aktie erstmals hätte gehandelt werden sollen, blies die Gesellschaft den Börsengang aber überraschend ab. Einen konkreten Grund für die Sistierung nannte Ledermann nicht.

Gemäss den ursprünglichen Plänen wollte das Unternehmen bis zu 1,38 Millionen neue Aktien zu 89 bis 103 Fr. platzieren. Das Unternehmen hätte damit brutto bis zu 130 Mio Fr. frisches Kapital erhalten.

Swiss Life könne mit dem Zukauf ihr Immobilienportfolio sinnvoll diversifizieren und ausbauen, heisst es. Der Lebensversicherer ist Eigentümer des grössten privaten Immobilienportfolios der Schweiz im Umfang von rund 15,7 Milliarden Franken. Swiss Life hatte unlängst erklärt, dass das Immobilienportfolio in der Schweiz weiter ausgebaut werden soll.

kle/jcu/sda

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