Sawiris' Skiarena droht ein langwieriger Rechtsstreit

Der ägyptische Geschäftsmann plant eine Skigebietsverbindung zwischen Andermatt und Sedrun. Die Umweltverbände kündigen Einsprachen an.

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Die Andermatt-Surselva Sport AG des ägyptischen Investors Samih Sawiris arbeitet an einer Verbindung der Skigebiete von Andermatt und Sedrun. Das 200-Millionen-Projekt umfasst 17 neue Bahnanlagen für 100 Pistenkilometer, zwei Beschneiungssysteme mit Speichersee, zwei neue Förderlifte und eine Parkierungsanlage. Ab Montag liegen die Baupläne öffentlich auf, und es ist mit Einsprachen zu rechnen, wie die Zeitung «Südostschweiz» berichtet.

Die «Südostschweiz» zitiert Hans F. Schneider, Geschäftsführer von Pro Natura Graubünden: «Es besteht höchste Wahrscheinlichkeit, dass wir Umweltverbände das Projekt gemeinsam mit einer Einsprache bekämpfen.» Zu diesen Verbänden gehören die Pro Natura Uri, die WWF-Sektionen in den Kantonen Graubünden und Uri, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Mountain Wilderness sowie der Verkehrs-Club Schweiz (VCS).

Nicht geeignet für riesiges Beschäftigungsskigebiet

Die Umweltverbände stellen sich auf den Standpunkt, dass das Gesamtprojekt in keiner Weise der ursprünglich angekündigten einfachen Skigebietsverbindung entspreche. Vielmehr entstehe zwischen dem Gütsch und dem Oberalppass ein riesiges Beschäftigungsskigebiet, d.h. eine Vielzahl von Anlagen, die ausschliesslich der Beschäftigung von Wintersportlern dienten. «Dazu eignet sich dieses Gebiet überhaupt nicht», wird Pro-Natura-Geschäftsführer Schneider in der «Südostschweiz» zitiert.

Der ägyptische Geschäftsmann Samih Sawiris will in Andermatt nicht nur ein Feriendorf bauen, sondern auch das Skigebiet auf Vordermann bringen. Wenn es mit den erforderlichen Planungsgenehmigungen klappt, kann in einem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die ersten Seilbahnanlagen im Gebiet Andermatt-Nätschen-Gütsch-Oberalp könnten dann im Dezember 2013 in Betrieb genommen werden.

vin

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