Proteste sind eskaliert – 700 Kleiderfabriken mussten schliessen

Der Kampf um mehr Lohn ist in Bangladesh eskaliert: Nach gewaltsamen Protesten Zehntausender Textilarbeiter sind etwa 700 Kleiderfabriken geschlossen worden. Mindestens 30 Personen wurden verletzt.

Blutige Auseinandersetzungen: Soldaten versuchen in Dhaka die aufgebrachten Arbeiter in Schach zu halten.

Blutige Auseinandersetzungen: Soldaten versuchen in Dhaka die aufgebrachten Arbeiter in Schach zu halten. Bild: Keystone

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Die Arbeiter stürmten in den vergangenen Tagen in einem Industriegebiet in der Nähe der Hauptstadt Dhaka mehrere Fabriken und richteten schwere Schäden an. Die Unternehmen hätten den Betrieb eingestellt, woraufhin die Gewalt weiter eskaliert sei, teilt die Polizei mit.

So hätten aufgebrachte Arbeiter Fahrzeuge in Brand gesetzt und sich blutige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sicherheitskräfte gingen mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Dabei wurden mindestens 30 Menschen verletzt.

Die Arbeiter forderten eine Erhöhung ihres Monatslohns auf 5000 Taka (59 Euro). Mit derzeit 2000 Taka (24 Euro) pro Monat gehören die Textilarbeiter in Bangladesh nach Angaben einer internationalen Gewerkschaftsorganisation zu den am schlechtesten bezahlten der Welt. Die Textilindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes. Die Waren werden vor allem nach Europa und in die USA exportiert. (bru/dapd)

Erstellt: 22.06.2010, 15:52 Uhr

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