EEK schreibt Gewinn in Rekordhöhe

Die Bank EEK hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 8,8 Millionen Franken erwirtschaftet – so viel wie nie zuvor.

Philippe Müller

Die Berner Bank EEK hat von der Wirtschaftskrise profitiert: Zum einen konnte die Bank wie bereits 2008 auch 2009 zahlreiche Neukunden begrüssen, die von den Grossbanken abwanderten. Zum anderen konnte sie wegen der tiefen Hypothekarzinsen das Volumen für Hauskredite um rund 40 Millionen auf 786,3 Millionen Franken steigern.

Die positive Entwicklung in fast allen Geschäftsbereichen führte dazu, dass die Bank EEK für 2009 einen Konzerngewinn von 8,8 Millionen Franken verbuchen konnte – das ist seit der Gründung der Bank im Jahr 1821 der Rekordwert.

Weniger Kundengelder

In den Diagrammen zeigt der Pfeil im Vergleich zu den Vorjahren überall nach oben – ausser beim Total der Kundengelder. Nach dem massiven Anstieg im Jahr 2008 nahmen die Kundengelder mittlerweile wieder um 5 Millionen Franken ab.

Der Grund liegt laut EEK-Direktor Daniel Pfanner auf der Hand: 2008 hätten einzelne institutionelle Kunden auf Grund der Unsicherheit etliche Millionen Franken von den Grossbanken abgezogen und bei der EEK parkiert. «In der Zwischenzeit haben diese Kunden das Vertrauen zurückgewonnen und ihr Geld wieder bei ihrer ursprünglichen Hausbank deponiert.»

Nein zu Schwarzgeld

Die EEK hätte ihre Bilanz zusätzlich aufpolieren können, hätte sie im Februar 2009 Ja zu vermeintlichem Schwarzgeld gesagt. Als die UBS 300 Kundendaten an die USA weitergegeben hatte, wurde die EEK von diversen Anwälten kontaktiert, die für die Millionendepots ihrer Klienten eine neue, lokale Bank suchten. «Wir hätten unser Depotvolumen allein im Februar um mindestens 100 Millionen Franken steigern können», sagte Pfanner. Weil dies aber nicht zur Strategie der EEK passe, habe man Nein gesagt.

Berner Zeitung

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