Bald gibt es Crevetten aus Schweizer Zucht

Die Finanzierung steht, die Betreiber können mit der Planung der Indoor-Aquakulturanlage in Rheinfelden AG beginnen. 2018 soll es die ersten Shrimps zu kaufen geben.

Weltweit bei Spitzenköchen beliebt: Fangfrische Crevetten. (Bild: Facebook/SwissShrimps)

Weltweit bei Spitzenköchen beliebt: Fangfrische Crevetten. (Bild: Facebook/SwissShrimps)

Die Swiss Shrimp AG hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Markteintritt gemacht. Sie habe die Finanzierung für den in Rheinfelden AG geplanten Zuchtbetrieb gesichert, schreibt die «Solothurner Zeitung». Die ersten Shrimps aus Schweizer Zucht sollen 2018 auf den Markt kommen.

Laut Rafael Waber, Geschäftsführer der Swiss Shrimp AG, hat es ein halbes Jahr gedauert, bis das Kapital zusammen war. Das Aktienkapital betrage unterdessen rund 200'000 Franken, ausserdem verfüge die Firma über Eigenkapital von rund fünf Millionen Franken. Bei den Aktionären handle es sich um 65 Investoren. Daneben werde das Projekt auch durch eine Bürgschaft des Technologiefonds des Bundes unterstützt.

Schweizweit einzigartiges Projekt

Nun soll mit der konkreten Planung der Indoor-Aquakulturanlage begonnen werden. Einerseits müsse der Bau der Halle mit der Schweizer Salinen AG koordiniert werden. Andererseits seien die Initianten daran, den Mieterausbau mithilfe von Spezialisten zu konzeptionieren. «Es handelt sich nicht um ein Einfamilienhaus, sondern um ein schweizweit einzigartiges Projekt», sagt Waber gegenüber der Zeitung.

Rafael Waber, Geschäftsführer von Swiss Shrimp.

Das Projekt soll Wege für die Wasseraufbereitung, die energieeffiziente Erwärmung des Wassers sowie die korrosionsbeständige Hallenkonstruktion berücksichtigen. Wichtig für den eidgenössisch diplomierten Marketingleiter Waber ist, dass auch verschiedene Behörden – von der Gemeinde über den Kanton bis zum Bund – in die Planung involviert sind. Deren Vorgaben bedeuten zwar Aufwand, die Anforderungen an sie als Produzenten betrachte er aber eher als sinnvoll denn als behindernd. «Schön ist, dass wir jeweils auf kooperative Behörden stossen», so Waber.

Der Startschuss für den Bau soll im zweiten Quartal 2017 fallen. Waber rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Dann sollen die ersten fangfrischen Crevetten aus Schweizer Zucht den Markt erobern.

nag

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