BKW baut ihr Gebäudetechnikgeschäft weiter aus

Der Berner Energiekonzern BKW übernimmt das Elektroinstallationsunternehmen Electricité Bugnard SA im freiburgischen Charmey. Damit baut die BKW ihr Gebäudetechniksegment in der Westschweiz weiter aus.

Mit der Übernahme baut die BKW ihr Gebäudetechniksegment in der Westschweiz weiter aus.

Mit der Übernahme baut die BKW ihr Gebäudetechniksegment in der Westschweiz weiter aus. Bild: Keystone

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Bugnard mit seinen 42 Mitarbeitenden bleibt unter der Leitung von Bertrand und David Bugnard bestehen, wie die BKW Energie AG am Dienstag mitteilte. Die Firma ist in Beratung, Planung, Installation und Wartung von Elektroanlagen, Haushaltgeräten, Telematik und Fotovoltaikanlagen tätig.

Schon bisher bestand zwischen Bugnard und der zur BKW gehörenden ISP Elektro eine überregionale Zusammenarbeit. Diese wird durch den Eintritt der Bugnard SA in die BKW-Gruppe weiter ausgebaut.

Von der Übernahme erhofft sich die BKW Synergien mit dem bereits Anfang Jahr übernommenen Unternehmen Raboud Energie SA in Bulle (FR).

Weil die klassische Stromproduktion für die Energiekonzerne nicht mehr rentiert, wandelt sich die BKW seit einigen Jahren von einem reinen Energieproduzenten und -händler zu einem Energiedienstleister.

Dazu hat der Konzern bereits mehrere Dutzend meist kleinere und mittlere Gebäudetechnik- und Ingenieurunternehmen zugekauft.

Die Einkaufstour der mehrheitlich dem Kanton Bern gehörenden BKW sorgte immer wieder für Kritik. Namentlich das Gewerbe fühlt sich vom staatsnahen Betrieb konkurrenziert.

Der Verband «Berner KMU» lancierte jüngst eine Kampagne um auf das aus seiner Sicht existierende Malaise aufmerksam zu machen. Staatsnahe Betriebe verfügten aus verschiedenen Gründen über längere Spiesse als als andere Unternehmen, kritisierte der Verband.

BKW-Chefin Thoma wies Kritik an der BKW-Einkaufstour stets zurück und betonte, der Markt sei mit 20 Milliarden Franken allein in der Schweiz riesig. Die BKW werde diesen Markt nie dominieren.

Der Kanton Bern diskutiert derzeit über ein neues BKW-Beteiligungsgesetz. Darin soll unter anderem geregelt werden, ob der Kanton Bern unbedingt Mehrheitsaktionär des Energiekonzerns BKW bleiben soll. Die Ende Juni abgeschlossene Vernehmlassung fiel kontrovers aus. Das Gesetz soll im November erstmals in den bernischen Grossen Rat kommen.

Die BKW Gruppe ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Bern. Aktuell beschäftigt der Konzern über 6000 Mitarbeitende. (chh/sda)

Erstellt: 18.07.2017, 11:27 Uhr

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