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6,3 Millionen Euro für Ackermann

Der Chef der Deutschen Bank hat in seinem letzten Jahr beim Branchenprimus noch einmal ein hohes Millionengehalt bezogen. Auch seine beiden Nachfolger müssen nicht darben.

jak
Ein gefragter Mann: Der abtretende Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann.
Ein gefragter Mann: Der abtretende Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann.
Keystone

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat auch in seinem letzten vollständigen Jahr auf dem Chefsessel des grössten deutschen Kreditinstituts ein hohes Millionengehalt kassiert. Insgesamt verdiente Ackermann 2011 rund 6,3 Millionen Euro, wie aus dem in Frankfurt am Main veröffentlichten Geschäftsbericht der Deutschen Bank hervorgeht. Damit lagen Ackermanns Bezüge auf Höhe des Vorjahres. In früheren Jahren war Ackermann allerdings teils auch schon auf mehr als das Doppelte des Gehaltes von 2011 gekommen.

Ackermann scheidet Ende Mai nach rund zehn Jahren aus dem Amt. Die Deutsche Bank soll künftig von einer Doppelspitze geleitet werden. Bestehen soll diese aus dem derzeitigen Chef des Investmentbankings, dem aus Indien stammenden Anshu Jain, und dem Deutschland-Chef Jürgen Fitschen. Jain erhielt dem Geschäftsbericht zufolge 2011 rund 5,8 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Investment-Banker knapp 7,6 Millionen Euro bekommen und damit mehr als Noch-Konzernchef Ackermann. Deutschland-Chef Fitschen erhielt demnach 2011 knapp 2,9 Millionen Euro. 2010 waren es fast 3 Millionen Euro gewesen.

Ermotti auf gleichem Lohnniveau

Sergio Ermotti liegt übrigens in derselben Lohnklasse. Die UBS hat ihren Konzernchef im vergangenen Jahr mit 6,4 Millionen Franken Lohn und Bonus bedacht.Damit erhält Sergio Ermotti mehr als doppelt so viel Gehalt wie sein Vorgänger Oswald Grübel, der sich über die Jahre mit 3 Millionen Franken Fixgehalt zufrieden gegeben hatte und keine Boni annahm.

Josef Ackermann bleibt nach seinem baldigen Abschied von der Deutschen Bank in der Wirtschaft ein gefragter Mann. Neben dem Posten des Verwaltungsratspräsidenten bei der Zurich-Versicherung rückt der Schweizer auch in das Aufsichtsgremium der Finanzholding Investor AB.

(dapd)

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