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Unsichere Lage führt verstärkt zu kleineren Fusionen und Übernahmen

Im dritten Quartal sind 220 Fusionen und Übernahmen mit Beteiligung von Schweizer Firmen über die Bühne gegangen.

Das sind etwa gleich viele wie in den beiden ersten Quartalen des Jahres. Verglichen mit dem zweiten Quartal zählte die Beratungsfirma Ernst & Young aber mehr kleinere Transaktionen. Der Anteil der Zukäufe und Zusammenschlüsse, bei denen unter 50 Millionen Dollar im Spiel waren, stieg in der Periode Juli bis September von 41 auf 57 Prozent aller angekündigten Transaktionen, teilte Ernst & Young am Montag mit. Das im Durchschnitt aufgeworfenen Geld bei den Transaktionen ist laut der Studie gesunken. Geschäfte mit einem Wert von über 250 Millionen Dollar gingen gemäss der Statistik von 32 Prozent auf 21 Prozent zurück. Mittelgrosse Deals, die Ernst und Young in der Spanne zwischen 50 und 250 Millionen Dollar ansiedelt, sanken schliesslich von einem Anteil bei 27 Prozent auf 23 Prozent. Die grösste Schweizer Übernahme im vergangenen Quartal war im Ölbohrungsgeschäft der angekündigte 3,4-Milliarden-Dollar-Kauf der Firma Aker Drilling durch den den Weltmarktführer Transocean, der an der Zürcher Börse kotiert ist. Auf Platz zwei liegt Nestlé: Die Waadtländer schnappten sich für 1,8 Milliarden Dollar 60 Prozent des chinesischen Süssigkeitenherstellers Hsu Fu Chi. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage mit Eurokrise und starkem Franken könnten Fusionen und Übernahmen typischerweise zurückgehen, so Experte Jürg Stucker von Ernst & Young: Die Firmen seien derzeit mehr mit operativen Verbesserungen beschäftigt, was Wachstum über Zukäufe und Zusammenschlüsse in den Hintergrund rücken lasse. Der starke Franken könnte aber auch zu Übernahmen im Ausland führen, merkt er an. Auf diese Weise können Schweizer Unternehmen ihre Abhängigkeit von der eigenen Währung verringern.

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