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UBS-Kunden haben keine Lust auf Investitionen Grossbank schreibt inmitten von Schuldenkrise 1 Milliarden Fr. Gewinn

Die Schuldenkrise in Europa und den USA nimmt den Kunden der UBS die Lust am Investieren.

Bei anhaltend schwierigen Finanzmärkten und belastet von den Folgen der Frankenstärke hat die Grossbank im zweiten Quartal nur 1,015 Milliarden Fr. Gewinn geschrieben. Das ist im Vergleich zu früher ein Rückgang: Im ersten Quartal hatte die Bank 1,8 Milliarden Fr. Gewinn geschrieben, im zweiten Quartal des Vorjahres waren es 2 Milliarden Fr. gewesen. Zudem liegt das Resultat unterhalb der Prognosen der Finanzgemeinde. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten einen Gewinn zwischen knapp 1 Milliarden Fr. und nicht ganz 1,5 Milliarden Fr. vorausgesagt. Die Erträge der Bank fielen verglichen mit dem Vorquartal um 14 Prozent auf 7,171 Milliarden Franken. Die Bank kündigte an, in den nächsten zwei bis drei Jahren 1,5 bis 2 Milliarden Fr. an Kosten einsparen zu wollen. In der Mitteilung hiess es zudem, dass die Bank für Restrukturierungen «bedeutende» Summen auf die Seite legen müsse. In der Investmentbank zeigten sich vor allem die Folgen der Schuldenkrise, die verschiedene europäische Länder sowie die USA im Griff hält. Der Gewinn der Sparte vor Steuern betrug 376 Millionen Franken. Im Vorquartal war er noch doppelt so hoch gewesen. Die Vermögensverwaltung konnte den Vorsteuergewinn trotz des starken Frankens gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent auf 672 Millionen Fr. steigern. Allerdings sind auch hier die Kosten ein Thema: Die Gelder der reichen Kunden rund um die Welt sind in lokalen Währungen gebucht. Die Kosten der UBS fallen aber zu einem grossen Teil in der Schweiz an. Beim neuen Kundengeld liegt die UBS deutlich unter den Erwartungen. Der Zufluss von Neugeld betrug im zweiten Quartal unter dem Strich 8,7 Milliarden Franken, nach 22,3 Milliarden Fr. im ersten Quartal. Die Prognosen der Analysten erstreckten sich über eine Bandbreite von gut 11 bis 17,5 Milliarden Franken.

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