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UBS-Chef greift Kantonalbanken an

Sergio Ermotti sieht in den Kantonalbanken ein Risiko für die Steuerzahler. Die Grossbanken würden dagegen unfair behandelt.

Holger Alich
Sergio Ermotti während einer Pressekonferenz in Zürich. (22. Januar 2019)
Sergio Ermotti während einer Pressekonferenz in Zürich. (22. Januar 2019)
Walter Bieri, Keystone

UBS-Chef Sergio Ermotti sieht die Grossbanken unfair behandelt, von diesen ginge dank der strengen Regulierung kein Risiko mehr für die Steuerzahler aus. Ermotti griff dagegen bei einem Vortrag beim Swiss Finance Institute die Kantonalbanken an. «Wenn man über Finanzstabilät spricht, sollte man auch über Kantonalbanken sprechen», sagte Ermotti.

Laut Ermotti werde nicht genug darüber gesprochen, welches Risiko für den Steuerzahler von den Kantonalbanken ausgeht: «Nicht weniger als die Hälfte der Kantone haben Kantonalbanken, deren Bilanz grösser ist als das Bruttoinlandprodukt in diesen Kantonen», sagte Ermotti.

Trotz dieser Grösse der Kantonalbanken gäbe es kaum Kritik an den Staatsgarantien, von denen einige der Kantonalbanken profitieren. So verfüge zum Beispiel die Zürcher Kantonalbank über eine Staatsdeckung des Kantons. Sprich, gerät die Bank in Schieflage, müssen die Steuerzahler des Kantons Zürich sie auffangen.

Dabei seien einige Kantonalbanken sogar im Ausland und ausserhalb ihres Heimatkantons aktiv. Die Zürcher Kantonalbank zum Beispiel hat eine Tochter in Österreich. Ferner seien die Kantonalbanken in den vergangenen 10 Jahre «deutlich stärker gewachsen als die übrige Wirtschaft in den jeweiligen Kantonen», sagte Ermotti.

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