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UBS warnt vor Kobra-Effekt

Die Bank befürchtet, dass die Massnahmen der Nationalbank, die eine Immobilienblase verhindern sollten, alles nur noch schlimmer machen. Wie damals, als indische Behörden eine Kobraplage bekämpfen wollten.

Mitten in der Gefahrenzone: Im Neubau Park Tower in Zug entstehen neben Büros auch neue Wohnungen.
Mitten in der Gefahrenzone: Im Neubau Park Tower in Zug entstehen neben Büros auch neue Wohnungen.
Gaetan Bally, Keystone
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Es ist ein historisches Beispiel – und eines, das zum Sinnbild für fehlgeleitete Anreize in der Wirtschaft geworden ist. Ein britischer Gouverneur wollte die in Indien grassierende Kobraplage bekämpfen, indem er eine Prämie für jedes erlegte Tier aussetzte. Doch statt die Schlangen zu jagen, fingen die Inder an, sie zu züchten. Und als der Gouverneur die staatlich subventionierte Kobrazucht wieder aufgab, lebten mehr Schlangen denn je in Indien. Mit diesem Beispiel beginnt der 2009 verstorbene Ökonom und frühere deutsche Wirtschaftsweise Horst Siebert sein Buch «Der Kobra-Effekt». Es geht um staatliche Regulierung, die genau das Gegenteil dessen erreicht, was sie eigentlich wollte.

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