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Trump-Regierung bremst Peter Spuhler aus

Der Thurgauer Bahnbauer Stadler Rail sollte für 551 Millionen Dollar Züge für eine Strecke ins Silicon Valley liefern. Doch die neue US-Regierung hat das Projekt blockiert.

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«Eine Zusage der bundesstaatlichen Mittel verzögert sich wegen des Regierungswechsels»: Chef von Stadler Rail, Peter Spuhler. (Archivbild)
«Eine Zusage der bundesstaatlichen Mittel verzögert sich wegen des Regierungswechsels»: Chef von Stadler Rail, Peter Spuhler. (Archivbild)
Gian Ehrenzeller, Keystone

Eigentlich war es beschlossene Sache: Der Bahnbauer Stadler aus Bussnang TG soll für 551 Millionen Dollar Doppelstock-Züge nach Kalifornien liefern – für die prestigeträchtige Strecke von San Francisco ins Silicon Valley. Doch jetzt zeigen Informationen, die der «Schweiz am Sonntag» vorliegen: Die neue Regierung von US-Präsident Donald Trump hat das Projekt blockiert.

Die Freigabe der Subventionen für die Erneuerung der Bahnlinie, die elektrifiziert werden sollte, wurde überraschend verweigert. Noch unter Barack Obama hatte man sich auf 647 Millionen Dollar geeinigt. Die Firma Stadler, die Ex-SVP-Nationalrat Peter Spuhler gehört, bestätigt gegenüber der Zeitung: «Eine Zusage der bundesstaatlichen Mittel aus dem Budget des Transport-Departements steht bisher aus. Diese war für Anfang März in Aussicht gestellt, verzögert sich nun aber aufgrund des Regierungswechsels.»

Trump setzt vermehrt auf die Strasse

Ob es nur eine Verzögerung ist oder ob das Bahnprojekt gänzlich abgebrochen wird, ist zurzeit unklar. Demokratische Politiker in Kalifornien befürchten, dass die neue US-Regierung die Modernisierung des sogenannten Caltrains scheitern lässt. Denn Trump ist bekannt dafür, dass er in der Verkehrspolitik auf die Strasse statt auf die Schiene setzt.

Stadler arbeitet derweil an seinem grössten US-Projekt unbeirrt weiter, wie er der «Schweiz am Sonntag» versichert: Man setze «im Auftrag des Kunden alle Projekttätigkeiten» fort.

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