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«Null ist sowieso eine Illusion»

Unnötiger Energieverschleiss: Der Tesla Model X bringt satte 2,4 Tonnen auf die Waage. Foto: Rich Fury (Getty Imges)

Herr Lohbeck, ist das Aktionärstreffen von Volkswagen heute eigentlich eine Versammlung von Ökos? Konzernchef Herbert Diess beteuert ja, dass er viel Verständnis für die gerade laufenden Klimaproteste vieler junger Menschen habe.

Mit den Problemen meinen Sie ja etwa auch den Dieselskandal.

Wie glaubwürdig ist es überhaupt, wenn Manager von Nachhaltigkeit und Umweltschutz sprechen?

Und Tesla? Die sind ganz nah am Zeitgeist und verkaufen als Pioniere die Geschichte von der CO2-freien Mobilität.

Also ist Elektromobilität kein Segensbringer für die individuelle Mobilität? Gerade hat ja auch Daimler erklärt, ab dem Jahr 2039 keine Verbrennermotoren mehr zu produzieren.

Wie bitte? Unter anderem Greenpeace, Ihr Verein also, fordert die totale Umstellung bis 2025.

Präsentation im Glaskäfig: Bei einer Pressekonferenz in Berlin ist das VW-Elektroauto ID.3 nur in Tarnfolie zu sehen. (8. Mai 2019 )
Trotzdem lassen sich einige Details bereits erkennen.
Damit sind die Pläne, den VW Beetle als Elektroauto in der I.D.-Familie wieder zum Leben zu erwecken, vorerst vom Tisch.
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Und wo ist das Problem?

Das ist aber nicht null.

Aber auch der Staat will den Umstieg auf E-Mobilität, subventioniert die entsprechenden Wagen.

Ihr Plädoyer für kleine Wagen verkennt aber, dass die Kunden doch nach immer grösseren Autos verlangen: In sogenannten SUVs sitze man höher, sicherer und bequemer, heisst es – und die Werbung zielt auch genau darauf ab: Tür zu – und abgeschottet von allen anderen dorthin kreuzen, wohin man will.