Zum Hauptinhalt springen

Szenarien für eine Aufhebung des Euro-Mindestkurses der SNB

Angesichts des sich auftürmenden Bergs an Euro- Anlagen wird zwar wenig Kritik an der Schweizerischen Nationalbank (SNB) laut, aber dennoch über Ausstiegsszenarien aus der Mindestkurspolitik diskutiert.

Trotz der schwierigen Lage ist Verzweiflung nicht angebracht. Der Idealfall wäre, wenn der Euro-Raum aus der Krise käme und seine Gemeinschaftswährung wieder stärker würde. Dann könnte die SNB sogar Kursgewinne auf ihren Devisenanlagen verbuchen. Wahrscheinlicher ist für Ernst Baltensperger, den emeritierten Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität Bern, aber, dass der Euro weiter zur Schwäche neigt. Durch die höhere Inflation in der Euro-Zone als in der Schweiz könnte die Überbewertung des Frankens gemessen an der Kaufkraftparität aber mit der Zeit sinken, wie Baltensperger in der «Neuen Zürcher Zeitung» darlegte. Sollte dieser Paritätskurs in die Nähe des jetzigen SNB- Mindestkurses geraten, müsste dieser gesenkt oder stattdessen an einen Korb verschiedener Währungen gebunden werden. Der Bewertungsverlust auf den Devisenanlagen würde dadurch begrenzt, dass die SNB mit diesen Zinsen generiert. Auch vor einem dritten Szenario müsse man keine übertriebene Angst haben, schrieb Baltensperger: Zerbricht der Euro als Währung wäre auch die Kursuntergrenze hinfällig. Die bisherigen Euro- Bestände würden in neue Währungen überführt. Die deutschen und ähnlichen Anlagen der SNB hätten dann sogar Gewinnpotenzial. Die Lage der Schweizer Wirtschaft wäre dann aber vermutlich sehr schwierig.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch