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Systemrisikorat: EU-Finanzstabilität ist in Gefahr

Frankfurt Der bei der EZB angesiedelte Europäische Systemrisikorat (ESRB) warnt mit deutlichen Worten vor einer Verschärfung der Finanz- und Schuldenkrise.

Die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems hätten sich seit dem Sommer «merklich erhöht». Es bestehe durch die enorme Vernetzung von Finanz- und Realwirtschaft zudem die Gefahr, dass die Krise auf die Realwirtschaft übergreife - «in Europa und darüber hinaus», , teilte der Rat aus Notenbankern und Finanzaufsehern am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Ansteckungsgefahren hätten sich zuletzt «signifikant erhöht», hiess es. Dem Rat sitzen der scheidende Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, und der Gouverneur der britischen Notenbank, Mervyn King, vor. Trichet und King erklärten, grösste Risiken für die Finanzstabilität in Europa seien die Schuldenkrise in der Euro-Zone, Refinanzierungsprobleme vieler Banken und die absehbare globale Konjunkturabkühlung. Der Stress innerhalb des Finanzsystems sei unter anderem in vielen Staatsanleihemärkten sichtbar. Die relevanten Institutionen seien nun gefordert, schnell, kraftvoll und koordiniert zu handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Insbesondere müsse die beschlossene Aufgabenerweiterung des Euro- Rettungsschirms EFSF schnell umgesetzt werden, mahnte der Rat. Die Finanzaufseher in Europa müssten zudem dafür sorgen, dass die Banken ihre Kapitalbasis stärken. Ausserdem müssten für den Fall der Fälle schnell Auffanglösungen für strauchelnde Institute geschaffen werden. Zudem sollte bei Bedarf die Möglichkeit genutzt werden, Kredite des EFSF zur Rekapitalisierung von Banken zu nutzen.

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