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Stromkonzern schaltet Lichter in spanischer Stadt aus

Madrid Weil sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen konnte, sind in der spanischen Stadt Albacete am teilweise die Lichter ausgegangen.

Unter den betroffenen öffentlichen Einrichtungen war auch ein Schwimmbad. In diesem hielten sich zum Zeitpunkt der Stromabschaltung am Dienstagabend viele Badegäste auf, wie eine Stadtsprecherin sagte. Auch in einer Bibliothek und einem Sportzentrum der zentralspanischen Stadt sei es dunkel geworden. «Das sind die ersten Abschaltungen, wir fürchten aber noch weitere», sagte die Sprecherin. Der Stromkonzern Iberdrola hatte nach Angaben der Sprecherin im Vorfeld vor den Abschaltungen in nicht dringend benötigten öffentlichen Einrichtungen gewarnt. «Sie waren es, die entschieden haben, welche Einrichtungen nicht dringend benötigt werden», sagte die Beamtin. Bürgermeisterin Carmen Bayod habe den Konzern in letzter Minute davon abhalten können, den Strom in einem Kindergarten abzuschalten. Eine Iberdrola-Sprecherin bestätigte die Abschaltungen, wollte sich aber nicht weiter dazu äussern. Aufgrund der weltweiten Finanzkrise und des Platzens der Immobilienblase 2008 kämpfen viele spanische Städte und Regionen mit finanziellen Problemen. Die Schulden der 175'000 Einwohner zählenden Stadt Albacete belaufen sich auf 15 Millionen Euro. Die Stadt häufte nach eigenen Angaben unbezahlte Stromrechnungen von mehr als einer Million Euro an.

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