Zwei Frauen liegen an der Spitze

12 von 14 Börsenexperten erzielten im ersten Semester 2017 eine bessere Performance als der Swiss-Performance-Index. Chapeau!

Links: Magdalena Ferndriger, Raiffeisenbank Thun. Rechts: Denise Stadtmann, LGT Bern. Bild: zvg

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Es gibt Leute, die sagen, Frauen seien die besseren Anlageberater. Ein Blick auf den Zwischenstand des Börsenspiels 2017 scheint diesen Befund zu bestätigen. Denise Stadtmann von LGT in Bern und Magdalena Ferndriger von der Raiffeisenbank in Thun liegen mit stolzen Kursgewinnen in Front.

Sie erzielten im zurück­liegenden Semester eine Gesamtrendite von 27,66 beziehungs­weise 24,20 Prozent. Der Frauenbonus ist höchstens dadurch zu relativieren, dass die mitspielenden Akteurinnen und Akteure bei den sieben Aktientipps nicht in jedem Fall ihre persönlichen ­Präferenzen angeben, sondern die Vorgaben der Bank befolgen müssen.

Besser als der SPI

Der alle kotierten Schweizer Aktien umfassende Swiss-Performance-Index (SPI) legte seit Anfang Jahr um 13 Prozent zu.

Und siehe da: 12 der 14 Beraterinnen und Berater liegen darüber. Das ist aussergewöhnlich und gibt ­jenen Börsenexperten Auftrieb, welche behaupten, dass es durchaus möglich sei, mit dem Herauspicken ausgewählter Aktien, dem Stock-Picking, eine höhere Rendite zu erzielen als mit der Nachbildung eines Börsenindexes. Selbst der vorläufig Letztplatzierte, Rolf Lehmann von der SLM Münsingen, liegt mit 9 Prozent nicht schlecht im Rennen.

Volltreffer Clariant

7 der 14 Expertinnen und Experten aus dem Kanton Bern setzten auf Clariant. Ein Volltreffer. Der Chemiekonzern erzielte inklusive Dividende eine Avance von 25,86 Prozent. Doch den besten Treffer, so etwas wie einen Lucky Punch, erzielte Denise Stadtmann mit AMS: plus 121 Prozent.

Ebenfalls einen Glückstreffer landete Pascal Alder von der AEK-Bank in Thun mit Meyer Burger: plus 82 Prozent. Mit einer Gesamtperformance von 23,92 Prozent liegt Alder ganz knapp hinter Magdalena Ferndriger auf Rang drei.

Für die Berechnung der Gesamtperformance ist die Bank EKI in Interlaken besorgt. Endgültig abgerechnet wird aber erst Ende Jahr. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.07.2017, 11:15 Uhr

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