Vorwürfe gegen Postauto in Frankreich verdichten sich

Dem französischen Tochterunternehmen der Postauto AG droht eine Millionenbusse.

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Kurz nach Bekanntwerden des Buchungsskandals bei der Postauto AG vermutete das SRF-Magazin «Eco», dass «ein Teil der in der Schweiz illegal erschlichenen Millionen-Gewinne nach Frankreich geflossen» seien. Der Vorwurf der rechtswidrigen Staatssubventionierung erhärtet sich nun weiter.

Gemäss «Blick» flossen 54 Millionen Franken in die Tochtergesellschaft Carpostal France und 17 Millionen nach Liechtenstein. Dies sei das Ergebnis eines Untersuchungsberichts der Kanzlei Kellerhals Carrard, die den Buchungsskandal für die Post unter die Lupe genommen hatten. Bei der Summe handelt sich dabei um Geld aus Gewinnen, die die Postauto AG im subventionierten Geschäftsbereich erzielt und zu hohen Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Wie es in dem Bericht weiter heisst, würden sich die «Geldflüsse von Postauto an das Stammhaus aus dem Abschöpfen von Gewinnen» weitgehend «mit den Geldflüssen nach Frankreich und Liechtenstein» decken. Das sei zwischen 2006 und 2011 der Fall gewesen, nach 2011 habe die Postauto AG ihre Tochterfirma direkt finanziell unterstützt.

Wegen rechtswidriger Staatssubventionierung steht Carpostal bereits vor Gericht. Die Firma wurde zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 11 Millionen Euro verurteilt. Doch sie reichte Beschwerde dagegen ein. Im September wird das neue Urteil erwartet.

roy

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