Verletzungsgefahr: BMW ruft 480'000 Autos zurück

Die Airbags zweier Modelle könnten Insassen durch Metallteile schwer verletzen. Der Rückruf gilt weltweit, in der Schweiz sind 4500 Fahrzeuge betroffen.

Verletzungsgefahr durch Metallteile: Takata-Airbags sorgten in den USA bereits für Millionen von Rückrufen. (Archivbild) Bild: Robert Galbraith/Reuters

Verletzungsgefahr durch Metallteile: Takata-Airbags sorgten in den USA bereits für Millionen von Rückrufen. (Archivbild) Bild: Robert Galbraith/Reuters

Wegen möglicherweise gefährlicher Airbags ruft BMW weltweit 480'000 Autos in die Werkstätten, darunter 4484 in der Schweiz und rund 95'000 in Deutschland. Betroffen seien BMW 5er und X5 der Baujahre 2000 bis 2004 mit nicht serienmässigen Lenkrädern, sagte ein Konzernsprecher am Montag in München.

Die knapp 4500 betroffenen Fahrzeughalter in der Schweiz werden mittels Schreiben informiert, wie BMW Schweiz auf Anfrage mitteilt.

Takata-Airbags machen seit Jahren Probleme

Airbags des inzwischen insolventen japanischen Zulieferers Takata könnten bei der Auslösung Fahrzeuginsassen durch Metallteile schwer verletzen. Deshalb müssten die Lenkräder überprüft werden. Bei den meisten Fahrzeugen genüge eine kurze Kontrolle, bei den übrigen ein maximal einstündiger Werkstattaufenthalt, sagte der BMW-Sprecher dem Internet-Magazin «kfz-betrieb».

Zu kräftig auslösende Takata-Airbags, die Teile der Metallverkleidung sprengen und durch den Fahrzeuginnenraum schleudern können, machen der Autoindustrie seit Jahren zu schaffen. Allein in den USA musste die Branche deshalb mehr als 42 Millionen Fahrzeuge zurückrufen.

oli/sda

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