Besser arbeitslos als im Callcenter arbeiten

Lücken im Lebenslauf wirken sich schlecht auf die Jobchancen aus, hiess es. Doch eine neue Studie aus Basel zeichnet ein anderes Bild.

Dequalifizierende Arbeit oder häufige Stellenwechsel werden problematischer eingeschätzt als Arbeitslosigkeit. (Symbolbild)

(Bild: AFP Andrew Ross)

Häufige Jobwechsel und Arbeiten etwa in einem Callcenter machen sich im Lebenslauf schlechter als Arbeitslosigkeit: Zu diesem Schluss kommen Soziologen der Universität Basel. Die Forscher haben die Jobchancen junger Erwachsener untersucht.

Dazu befragten sie Personalabteilungen und -vermittler. Erste Analysen der schweizerischen Daten verwiesen darauf, dass die Bedeutung von Arbeitslosigkeit in der Diskussion zu Arbeitsmarktchancen überschätzt werde, teilte die Uni Basel heute mit.

Arbeitslose zu befristeten oder ausbildungsfremden Beschäftigungen zu drängen, um sie möglichst rasch in die Arbeitswelt zurückzubringen, kann demnach sogar schaden: Die Forscher warnen davor, dass solche Beschäftigungen für die Betroffenen zu «beruflichen Sackgassen» werden könnten.

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