App statt Minibar

Wer vom Sitzplatz im SBB-Zug aus einen Kaffee bestellen will, soll das auch künftig tun können – trotz Abschaffung der Minibar.

Neue Gastronomie-Anbieter sollen auf den Zug aufspringen: Eine SBB-Mitarbeiterin bedient einen Passagier im Zug von Zürich nach Bern. (2009)

Neue Gastronomie-Anbieter sollen auf den Zug aufspringen: Eine SBB-Mitarbeiterin bedient einen Passagier im Zug von Zürich nach Bern. (2009)

(Bild: Keystone)

Ab Ende 2017 ist die Minibar in den SBB-Zügen Geschichte. Trotzdem soll es künftig möglich sein, sich am Sitzplatz bedienen zu lassen. Gemäss «SonntagsZeitung» testen die SBB eine neue App, mit der man bequem vom Sitzplatz aus bestellen kann. Wer keinen Empfang hat oder kein Smartphone besitzt, könne sich trotzdem im Restaurant-Wagen das Essen oder Getränk holen.

Wann die App tatsächlich eingeführt wird, ist aber noch unklar. Eine Herausforderung bestehe darin, dass jeder Sitzplatz genau identifiziert werden müsse, heisst es im Artikel. Offenbar finden das Passagiere aus Datenschutzgründen problematisch.

Zudem setzen die SBB auf ein neues Gastronomie-Konzept. Neue Anbieter sollen auf den Zug aufspringen. Die SBB werden die Aufträge ausschreiben, sagt Jeannine Pilloud, Chefin des Personenverkehrs, zur «SonntagsZeitung».

Fast 70 Jahre im Einsatz

Der Minibar-Service wurde 1949 eingeführt, wie der Internetseite von Elvetino zu entnehmen ist. Heute sind sie laut SBB zwischen 6.30 Uhr und 19.00 Uhr an Bord der InterCity-Züge unterwegs, sowie je nach Strecke auch in den Interregio-Zügen.

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Ihre Zahl wurde in den vergangenen Jahren schrittweise kleiner: Bereits 2005 wurde die Zahl der Wägelchen reduziert. 2011 waren noch 198 Minibars im Einsatz. Derzeit bewirtschaftet Elvetino 121 Minibars.

woz

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