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Sportrechtevermarkter Infront geht an Finanzinvestor Bridgepoint

Zug/Frankfurt Der in Zug ansässige Sportrechte- Vermarkter Infront gehört künftig dem Finanzinvestor Bridgepoint.

Der Kaffee-Erbe Andreas Jacobs und die Unternehmerin Nicole Junkermann haben ihre Anteile verkauft, wie Infront am Freitag mitteilte. Der Kaufpreis lag bei rund 550 Millionen Euro, wie zwei mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Offiziell wurde Stillschweigen darüber vereinbart. Das Unternehmen war 2002 von Junkermann und dem 2009 verstorbenen ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus aus dem zerfallenden Imperium des Medienmoguls Leo Kirch herausgekauft worden und setzt pro Jahr mehr als 600 Millionen Euro um. Das Unternehmen hatte seit dem Frühjahr zum Verkauf gestanden. Infront buhlt mit Rivalen wie IMG und Sportfive um die lukrative Vermarktung grosser Sportereignisse. Bridgepoint soll nun mit frischem Geld das Wachstum vorantreiben. Günter Netzer und Blatter-Neffe im Managment Gute Kontakte hat die Zuger Firma unter anderem zum Welt- Fussballverband FIFA, für den sie die Weltmeisterschaften produziert. Der Neffe von FIFA-Präsident Sepp Blatter, Philippe Blatter, ist Chef von Infront. Bekanntester Infront-Manager ist der frühere deutsche Fussball- Nationalspieler und Fernseh-Kommentator Günter Netzer. Eine weitere Domäne ist der Wintersport, wo das Unternehmen sechs der sieben Weltsportverbände vertritt, unter anderem den Ski- (FIS) und den Eishockey-Verband (IIHF). Bridgepoint schon im Motorsport Bridgepoint tummelt sich ebenfalls schon im Sport. Neben dem britischen Formel-1-Produzenten All3Media ist der Investor Rechte- Eigentümer an der Motorradsport-Serie MotoGP. Eine Zusammenlegung mit der konkurrierenden Superbike-WM, die von Infront vermarktet wird, sei aber nicht geplant, betonte der Investor. Junkermann hielt knapp 40 Prozent an Infront, Jacobs knapp 60 Prozent. Der früheren Bremer Kaffee-Dynastie Jacobs gehören gut 50 Prozent am Schokoladen-Hersteller Barry Callebaut und 18 Prozent am Temporärarbeitskonzern Adecco .

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