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So schützen Läden Kunden und Mitarbeiter vor dem Virus

Sunrise lässt seine Vorführgeräte regelmässig desinfizieren. Auch die Swisscom und Interdiscount reinigen ihre Shops häufiger.

Sauberes Geschäft: Die Kassierin eines Tankstellenshops trägt Hygienehandschuhe. Foto: Keystone
Sauberes Geschäft: Die Kassierin eines Tankstellenshops trägt Hygienehandschuhe. Foto: Keystone

Ob Uhren, Schmuck, Smartphones oder Laptops: Viele Kunden wollen ein Produkt zuerst in die Hand nehmen oder versuchsweise tragen, bevor sie es kaufen. In vielen Läden gehört es zum Einkaufserlebnis, dass Konsumenten die ausgestellten Konsumgüter berühren können. Doch ist es in Zeiten eines sich ausbreitenden neuartigen Erregers noch verantwortbar, dass potenzielle Virenschleudern in Verkaufsstellen herumliegen?

Eine Umfrage bei Anbietern von Unterhaltungselektronik und Luxusprodukten zeigt: Die Vorführmodelle bleiben weiterhin ausgestellt, werden aber häufig gereinigt. Die Mitarbeitenden in den Läden sind dazu angehalten, die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit zu befolgen. Zudem setzen immer mehr Verkaufsstellen auf die Information der Kunden und auf Vorbeugung in den Läden selbst.

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Die Luzerner Uhrengruppe Bucherer weist ihre Kundschaft in den 17 Boutiquen auf die allgemeinen Hygieneempfehlungen der Eidgenossenschaft hin. «Überall in den Geschäften stellen wir für alle Besucher und Mitarbeiter gut zugänglich Desinfektionsmittel für die Hände zur Verfügung und weisen auch explizit darauf hin», sagt eine Sprecherin von Bucherer.

Sunrise gründet Pandemie-Team

Ausserdem dürfen Angestellte einen Mundschutz tragen, wenn sie das wünschen. Bucherer hat eine interne Taskforce eingerichtet, welche die Situation und die Empfehlungen der zuständigen Behörden aufmerksam verfolgt. Das erlaube es, weitergehende Vorgaben schnell umzusetzen, sagt die Sprecherin. Bucherer ist vor allem in bekannten Tourismusorten wie Luzern, Interlaken, Zermatt und Locarno präsent.

Vorführgeräte gehen von Hand zu Hand. Foto: Keystone
Vorführgeräte gehen von Hand zu Hand. Foto: Keystone

Ebenfalls ein Pandemie-Team gegründet hat Sunrise. Laut Firmenangaben spricht sich diese Arbeitsgruppe täglich ab. In den 98 Shops sind die Mitarbeitenden dazu verpflichtet, alle Vorführgeräte regelmässig zu reinigen und zu desinfizieren. Zudem hat der zweitgrösste Telecomanbieter der Schweiz in seinen Läden das bekannte Warnplakat der Bundesbehörden mehrfach ausgehängt. Dies, um Angestellte, Besucher und Kunden auf die Schutzmassnahmen hinzuweisen.

Für die Mitarbeitenden in den Shops gelten besondere Vorschriften: «Wer sich krank fühlt, bleibt zu Hause. Wer unsicher ist oder Symptome hat, kontaktiert seinen Arzt und verhält sich entsprechend ärztlicher Anweisung», sagt eine Sunrise-Sprecherin. Bei den Lavabos in den Toiletten der Shops hat Sunrise Desinfektionsmittel sowie Anleitungen für korrektes Händewaschen angebracht. «Ferner stellen wir demnächst automatische Desinfektionsgeräte in den Eingangsbereichen der Shops auf», so die Sprecherin.

Handschuhe sind erlaubt

Die Swisscom hat die von ihr beauftragte Reinigungsfirma angewiesen, die landesweit 116 Läden «öfter gründlich zu reinigen», wie eine Sprecherin des grössten Schweizer Telecombetreibers sagt. Die Mitarbeitenden seien aufgefordert, die vom Bund empfohlenen Hygienemassnahmen «strikte einzuhalten». Den Angestellten stünden Desinfektionsmittel zur Verfügung. «Auf Wunsch können sie mit Handschuhen arbeiten», sagt die Swisscom-Sprecherin.

Die Heimelektronik-Kette Interdiscount hat für ihre 179 Filialen einen täglichen Reinigungsplan erstellt, wie es bei der Coop-Tochtergesellschaft auf Anfrage heisst. «Zu diesem gehören auch die Ausstellungsgeräte», sagt eine Interdiscount-Sprecherin. Grundsätzlich halte sich das Unternehmen an die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.

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Die Smartphone-Verkaufskette Mobilezone schickt voraus, dass es in ihren schweizweit 118 Shops bereits vor Ausbruch des Coronavirus hohe Hygienestandards gegeben habe. Der Grund sei, dass die Angestellten in den Läden zu jeder Jahreszeit Kontakt mit einer hohen Anzahl an Menschen hätten – etwa während der Grippesaison.

«Wir empfehlen den Mitarbeitern eine gründliche Händehygiene, Niesen und Husten in die Armbeuge und raten, auf Händeschütteln zu verzichten», sagt eine Sprecherin von Mobilezone. «Weiter bitten wir unsere Mitarbeiter, im Falle von Husten und Fieber zu Hause zu bleiben.» Zudem hat Mobilezone alle Läden mit Händedesinfektionsmittel ausgestattet.

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