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Skywork liebäugelt mit russischem Jet

Die Fluggesellschaft Skywork schaut sich nach grösseren Flugzeugen um. In der engeren Auswahl ist auch der Superjet 100.

Der Suchoi Superjet 100 absolvierte einen Testflug für die Berner Airline.
Der Suchoi Superjet 100 absolvierte einen Testflug für die Berner Airline.
zvg

Seit letztem Sommer ersetzt Skywork Airlines ihre fünf Flugzeuge vom Typ Dornier 328 mit 32 Sitzplätzen durch 50-plätzige Saab 2000. Die Umflottung soll Ende Jahr abgeschlossen sein.

Es werden diesen Sommer noch weiterhin Dornier-Flugzeuge zum Einsatz kommen, denn diese sind besonders geeignet für kurze Pisten wie zum Beispiel auf Elba.

100 Sitzplätze

Noch bevor diese Umflottung abgeschlossen ist, macht sich die Berner Airline bereits Gedanken über einen weiteren Kapazitätsausbau. Zur Evaluation grösserer Flugzeuge besuchte eine Delegation von Skywork in den vergangenen Tagen den Hersteller Superjet International in Venedig, um dessen Modell SSJ100 zu besichtigen. Auf dem Programm stand auch ein Testflug.

Der russische Flugzeughersteller Suchoi kooperiert bei der Endfertigung des Superjets 100 mit Partnern, darunter die italienische Leonardo Company. Die Maschine bietet je nach Konfiguration Platz für 93 bis 104 Passagiere.

Skywork würde sie «nicht primär» ab dem Heimatflughafen Bern einsetzen, sondern ab anderen Schweizer Flughäfen wie Basel, Genf und Zürich. Eine Option ist auch die Stationierung im Ausland.

Die Zahl der benötigten Jets richtet sich nach den Expansionsmöglichkeiten. Denn das Passagieraufkommen aus dem Grossraum Bern ist beschränkt. Zudem sind die Pistenlänge und die heutigen Anflugsysteme für den Einsatz des Superjets 100 ab Bern-Belp bei schlechten Bedingungen weniger geeignet als für die Saab 2000.

Bei der Lancierung des Wachstumsprogramms SX-Go vor einigen Monaten kündigte Firmenchef Martin Inäbnit bereits an, dass Skywork ausserhalb der Heimatbasis wachsen müsse, um profitabel fliegen zu können.

Das bedeute keine Verlagerung weg von Bern-Belp. «Für Bern sehen wir zwar mit zusätzlichem Marketing noch Passagierpotenzial, aber auch dieses reicht nicht aus», bekräftigt Inäbnit.

Entscheid bis Ende Jahr

Zum Lärm der Maschine sagt Skywork-Sprecher Max Ungricht, neue Triebwerke seien generell weniger laut als ältere Düsenjets. Der Superjet 100 ist auch nur eine Variante: Skywork steht auf der Suche nach grösseren Flugzeugen im Kontakt mit anderen Herstellern wie Mitsubishi oder Embraer. Ein Entscheid soll bis Ende Jahr fallen, damit der Einsatz in zwei bis drei Jahren beginnen kann.

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