Schweizer unterschätzen die Folgen von Mahnungen

Einer Umfrage zufolge wissen viele Schweizer nicht, dass Unternehmen die Zahlungswürdigkeit ihrer Kunden überprüfen.

Die Zahlungswürdigkeit verschlechtert sich unter anderem durch wiederholte Mahnungen, Zahlungsbefehle, Verlustscheine und Betreibungen. (Keystone/Christof Schürpf)

Die Zahlungswürdigkeit verschlechtert sich unter anderem durch wiederholte Mahnungen, Zahlungsbefehle, Verlustscheine und Betreibungen. (Keystone/Christof Schürpf)

Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung glaubt, dass Mahnungen, Zahlungsbefehle und Verlustscheine für eine Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit egal sind. Dem ist aber gemäss dem Online-Vergleichsdienst Comparis nicht so: Unternehmen überprüfen die Zahlungsmoral ihrer Kunden durchaus.

Die Schweizer Bevölkerung habe wenig Ahnung bezüglich der Beurteilung ihrer Zahlungswürdigkeit, teilte Comparis am Freitag mit. Dies zeige eine repräsentative Umfrage.

So glauben 30 Prozent der Befragten, Betreibungen seien egal. Bei Kreditkarten-, Kredit- oder Leasinganträgen vermutet mehr als ein Fünftel der abgelehnten Antragsteller andere Gründe als eine ungenügende Bonität. Rund 13 Prozent haben schon mal einen negativen Kreditentscheid erhalten.

Gemäss Mitteilung wird bei jedem Kreditkarten-, Kredit- oder Leasingantrag die Kreditwürdigkeit geprüft, also eine so genannte Bonitätsprüfung durchgeführt. Die Zahlungswürdigkeit verschlechtert sich unter anderem durch wiederholte Mahnungen, Zahlungsbefehle, Verlustscheine und Betreibungen.

«Bezahlen auf Rechnung» nicht möglich

Dies wirkt sich etwa beim Online-Shopping aus. Unternehmen überprüfen anhand von Bonitätsdaten von Wirtschaftsauskunfteien die Zahlungsmoral. Ist diese schlecht, wird beispielsweise die Option «Bezahlen auf Rechnung» gar nicht erst angezeigt.

Die repräsentative Online-Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im Oktober 2018 unter 1047 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

anf/sda

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