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Schweizer Medizintechnik will ausserhalb Europas stärker wachsen

Die Schweizer Medizintechnik-Branche setzt noch stärker auf den Export und will KMU dabei unterstützen.

Die Osec hat daher im Auftrag des Bundes die Exportplattform «Medtech Switzerland» aufgebaut. Diese hat am Donnerstag in Zürich den neuen Swiss Medtech Report vorgelegt. Er soll als Marketinginstrument dabei helfen, die Schweizer Medizintechnikprodukte unter einer Dachmarke - als Brand - im Ausland stärker zu positionieren. Die Medizintechnik sei eine Wachstumsbranche, die mit grossen Marktveränderungen zurecht kommen muss, sagte Erwin Locher, Präsident von «Medtech Switzerland». Das stellt vor allem die vielen KMU vor Herausforderungen. In der Schweiz beschäftigen 75 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen weniger als 50 Mitarbeitende. Viele Unternehmen konzentrieren sich beim Export auf die nahen europäischen Märkte, da diese vergleichbare regulatorische Anforderungen haben. Erfahrungen austauschen Die Exportplattform «Medtech Switzerland» will den praktischen Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Akteure fördern. Dazu gehören Informationen über Veränderungen etwa bei den Zulassungsprozessen bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde oder über Fragen zu den spezifischen Erfordernissen asiatischer Märkte. «Medtech Switzerland» besteht seit September 2010 und bietet seinen Mitgliedern Zugang zu lokalen ausländischen Medtech-Experten und ihren Netzwerken. Die wichtigsten Zielmärkte der Exportplattform sind neben Frankreich und Deutschland die USA, China und Japan. Der Bund steuert als Anschubfinanzierung für die Exportplattform insgesamt 4 Millionen Franken bei. Innerhalb von drei bis vier Jahren soll die Industrie «Medtech Switzerland» alleine tragen. Neben dieser Plattform hat die Exportförder-Organisation Osec bereits zwei weitere gegründet, eine für «Cleantech» und eine für «Architektur/Engineering/Design». Die Medizintechnik-Branche spielt in der Schweiz eine relativ starke Rolle. Sie umfasst rund 700 Unternehmen mit fast 50'000 Mitarbeitenden und weist ein jährliches Wachstum von 10 Prozent auf. Die Branche hatte im Jahr 2008 einen Anteil von 2 Prozent am Bruttoinlandprodukt und von 5 Prozent an allen Exporten.

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