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Schweizer Konzernchefs verdienten 2010 im Schnitt weniger

Die Löhne der Konzernchefs der grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen sind 2010 im Durchschnitt gesunken.

Grund sind Einbussen bei den Topverdienern. Demgegenüber sind die kleineren CEO-Vergütungen gestiegen. Die CEOs der 20 im Schwergewichteindex SMI gelisteten Firmen verdienten im Schnitt 7,2 Millionen Franken. Das sind 12,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) zeigt. Während die Basissaläre und langfristige Beteiligungsprogramme abnahmen, stiegen die Bar-Boni. Die grössere Transparenz etwa durch die Offenlegungsvorschriften der Schweizer Börse führte offenbar bei den tieferen CEO-Vergütungen zu einem Trend nach oben. So nahmen die Löhne, die zu den 25 Prozent tiefsten gehören, um 42,7 Prozent auf 5,6 Millionen Fr. zu. Die höchsten 25 Prozent der Vergütungen sanken dagegen um 30,6 Prozent auf 8,7 Millionen Franken. Während der Durchschnittslohn deshalb sank, stieg der Medianlohn (die eine Hälfte der SMI-CEOs verdient mehr, die andere weniger) um 27,5 Prozent auf 7,5 Millionen Franken. Ähnlich ist die Entwicklung bei den SMIM-Unternehmen, also bei den 28 dem SMI nachfolgend grössten Unternehmen. Der Durchschnittslohn nahm um 6,3 Prozent auf 2,8 Millionen Fr. ab, der Medienlohn stieg um 15 Prozent auf 2,5 Millionen Franken. Relativ stabil blieben die Entschädigungen der Verwaltungsräte der SMI-Firmen. Seit 2007 haben sie von 1,2 Millionen auf 1,3 Millionen Fr. nur geringfügig zugenommen, wie PwC schreibt. Bei den kleineren SMIM- Firmen gab es hingegen eine klare Aufwärtsbewegung von rund 430'000 auf 603'000 Franken. Die Offenlegungspflichten der Schweizer Börse für die Vergütungen der Konzernführung bereiten weiterhin Schwierigkeiten: die Auflagen wurden gemäss PwC sehr unterschiedlich erfüllt. Insgesamt habe sich die Qualität der Offenlegung aber verbessert, die Einhaltung der Vorschriften habe von 52 auf 63 Prozent zugenommen.

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