Korruption bei Exporten: Schweiz bei Bestrafung vorbildlich

China und Indien kommen im jüngsten Bericht der Anti-Korruptions-Organisation schlecht weg, aber auch einige EU-Staaten.

Schweiz nimmt im Kampf gegen Korruption bei Exportgeschäften Vorreiterrolle ein: Aussenansicht des Bundesstrafgerichts in Bellinzona.

Schweiz nimmt im Kampf gegen Korruption bei Exportgeschäften Vorreiterrolle ein: Aussenansicht des Bundesstrafgerichts in Bellinzona. Bild: Ti-Press/Gabriele Putzu/Keystone

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Eine Mehrheit von Industriestaaten verfolgt den Kampf gegen Korruption bei Exportgeschäften einem Bericht zufolge nicht oder halbherzig. Nur sieben von 44 untersuchten Ländern bekämpften Bestechungen durch Unternehmen oder Einzelpersonen – darunter die Schweiz.

Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International hervor. Dazu zählten auch die USA, Grossbritannien, Deutschland, Italien, Norwegen und Israel. Grundlage für die Untersuchung ist eine Konvention der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die 1997 unterzeichnet wurde.

Die Organisation attestiert den sieben Muster-Staaten eine «aktive Umsetzung» der Bestimmungen. Sie untersuchen demnach aktiv Korruptionsfälle und bringen Firmen vor Gericht, wenn sie ausländische Amtsträger bestechen.

Besonders schlecht schnitten 22 Staaten ab, darunter China und Indien, die erstmals in dem Bericht ausgewertet wurden. Auch EU-Mitglieder wie Belgien, Polen oder Finnland bestrafen dem Bericht zufolge Unternehmen nicht, die im Ausland ranghohe Mitarbeiter bestechen. (nag/sda)

Erstellt: 12.09.2018, 08:26 Uhr

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