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Schlecker stellt offiziell Insolvenzantrag

Die Drogeriemarktkette Schlecker hat offiziell Insolvenz beantragt.

Der Antrag sei am Montag eingegangen, ein vorläufiges Insolvenzverfahren sei eröffnet, hiess es beim zuständigen Gericht in Ulm. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Neu-Ulmer Diplom- Kaufmann Arndt Geiwitz bestellt. Wann das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet werde, sei noch unklar, sagte der Gerichtssprecher. Der vorläufige Insolvenzverwalter müsse zunächst die Vermögensverhältnisse von Schlecker klären. Schlecker strebt ein Insolvenzplanverfahren an. Ziel sei der Erhalt des Unternehmens, eines grossen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze. Bei einer Planinsolvenz können Gesellschafter und Management weiter über das Unternehmen bestimmen. Die Gläubiger müssten freiwillig auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Die Drogeriemarktkette hatte am Freitag angekündigt, Insolvenz zu beantragen, um damit unter Gläubigerschutz den laufenden Unternehmensumbau fortzusetzen. Der Geschäftsbetrieb solle unverändert weiterlaufen, die Zahlung der Gehälter für die Mitarbeiter sei über das Insolvenzausfall-Geld gesichert. Schlecker macht seit mindestens drei Jahren Verluste. Mitte 2011 verfügte die Kette nach eigenen Angaben noch über rund 7500 Drogeriemärkte in Deutschland. In ganz Europa gab es demnach etwa 11'000 Filialen. Die Zahl der Mitarbeiter gab Schlecker europaweit mit rund 47'000 an.

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