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Samaras verteidigt Sparmassnahmen

Saloniki Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat das jüngste Sparvorhaben verteidigt.

Das Sparpaket enthalte schmerzhafte und «unfaire Kürzungen», sagte Samaras am Samstag in der griechischen Stadt Saloniki, wo er eine Messe eröffnen sollte. Die Massnahmen seien aber notwendig, um die Glaubwürdigkeit Griechenlands wiederherzustellen und weiterhin finanzielle Unterstützung durch die Gläubiger zu erhalten. «Alle unfairen Kürzungen» würden zurückgenommen, sobald die Wirtschaft wieder wachse, kündigte der Regierungschef an. Die griechische Regierung ist derzeit dabei, ein neues Sparpaket über 11,5 Milliarden Euro für die Jahre 2013 und 2014 zu schnüren, in dem Kürzungen der Sozialausgaben und der Bezüge von Staatsbediensteten und Rentnern vorgesehen sind. In Saloniki und der Hauptstadt Athen kam es am Samstag zu Protesten gegen die Kürzungen. Landwirte zerschlugen Melonen vor den Hallen der Internationalen Handelsmesse in Saloniki. Am Abend kam es dann zu kurzen Rangeleien zwischen Anarchisten und der Polizei. Ansonsten endeten die Proteste friedlich im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Samaras wird am Sonntag mit den Vorsitzenden seiner beiden Koalitionspartner zusammen kommen: Mit dem Sozialisten Evangelos Venizelos sowie Fotis Kouvelis von der Demokratischen Linken. Beide hatten deutliche Vorbehalte gegenüber Lohn- und Rentenkürzungen zum Ausdruck gebracht. Am Sonntagnachmittag werden Vertreter der Troika dann Finanzminister Yannis Stournaras treffen, bevor sie am Montag mit Samaras sprechen werden.

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