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Rüstungs- und Medienunternehmer Serge Dassault ist tot

Serge Dassault produzierte Kampfjets und mischte gleichzeitig in der Politik mit. Nun ist der polemische Multimilliardär im Alter von 93 Jahren gestorben.

Der Wirtschaftsmogul Serge Dassault ist im Alter von 93 Jahren an Herzproblemen gestorben.
Der Wirtschaftsmogul Serge Dassault ist im Alter von 93 Jahren an Herzproblemen gestorben.
AFP
Der Firmenerbe und studierte Luftfahrtingenieur stand seit 1986 der nach seinem Vater benannten Familienholding Groupe Industriel Marcel Dassault (GIMD) vor. Dazu gehört der Luftfahrtkonzern Dassault Aviation, der unter anderem die Kampfflugzeuge Mirage und Rafale herstellt.
Der Firmenerbe und studierte Luftfahrtingenieur stand seit 1986 der nach seinem Vater benannten Familienholding Groupe Industriel Marcel Dassault (GIMD) vor. Dazu gehört der Luftfahrtkonzern Dassault Aviation, der unter anderem die Kampfflugzeuge Mirage und Rafale herstellt.
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Zudem war Dassault politisch für die Konservativen tätig. Im Februar 2017 wurde er wegen Schwarzgeldkonten im Ausland zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro und fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt.
Zudem war Dassault politisch für die Konservativen tätig. Im Februar 2017 wurde er wegen Schwarzgeldkonten im Ausland zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro und fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt.
AFP
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Einer der einflussreichsten französischen Unternehmer ist tot: Der Wirtschaftsmogul Serge Dassault starb am Montag im Alter von 93 Jahren an Herzproblemen, wie seine Familie mitteilte. Zu seinem Firmenimperium gehörten Rüstungs- und Medienbeteiligungen, darunter die Zeitung «Le Figaro». Für die französischen Konservativen war er als Senator tätig, machte zuletzt aber wegen Schwarzgeldkonten Schlagzeilen.

Nach einer Aufstellung des Wirtschaftsmagazins «Forbes» von 2017 war Dassault der drittreichste Mann Frankreichs. Sein Vermögen wurde zuletzt auf rund 13 Milliarden Euro geschätzt. Er starb in seinem Büro auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées, wie seine Familie mitteilte.

Der Firmenerbe und studierte Luftfahrtingenieur stand seit 1986 der nach seinem Vater benannten Familienholding Groupe Industriel Marcel Dassault (GIMD) vor. Dazu gehört der Luftfahrtkonzern Dassault Aviation, der unter anderem die Kampfflugzeuge Mirage und Rafale herstellt.

Als weiteres Standbein kaufte Serge Dassault mehrere Mediengruppen auf. Er kontrollierte zeitweise bis zu 70 Titel, darunter neben der konservativen Tageszeitung «Le Figaro» auch die Zeitschrift «L'Express».

Ärger mit der Justiz

Zudem war Serge Dassault jahrelang politisch für die französischen Konservativen tätig. Immer wieder hatte er allerdings Ärger mit der Justiz. Im Februar 2017 wurde er wegen Schwarzgeldkonten im Ausland zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro und fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt. Dies führte zum Rückzug von seinem Amt als Senator.

Zudem war der Vater von vier Kindern langjähriger Bürgermeister des Pariser Vororts Corbeil-Essonnes. Im Jahr 2014 geriet er unter anderem in den Verdacht des Stimmenkaufs.

Sein Vater Marcel Dassault war vor seiner Wirtschaftskarriere Flugzeugbauer. Der Sohn eines jüdischen Arztes wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nazis im Konzentrationslager Buchenwald interniert.

Marcel Dassault überlebte das Lager und wurde nach Kriegsende befreit. Sein am 4. April 1925 geborener Sohn Serge entging nur knapp der Deportation durch die Gestapo. Mehrere Politiker würdigten Dassaults Verdienste. Der frühere Premierminister Jean-Pierre Raffarin nannte ihn eine «bemerkenswerte Persönlichkeit» und einen «grossen Unternehmer».

(SDA)

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