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Richemont überrascht mit fast verdoppeltem Gewinn

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat nach dem Kauf der Internet-Modeplattform Net-a-porter.com einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt.

Der Reingewinn nach der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2010 wuchs um 87 Prozent auf 644 Mio. Euro und damit klar stärker als erwartet. Der Umsatz stieg gegenüber dem eher schwachen Vorjahr um 37 Prozent auf 3,26 Mrd. Euro. Werden der Zukauf von Net-A-Porter.com vom Frühling sowie die Währungseffekte ausgeklammert, beträgt das Wachstum noch immer 22 Prozent, wie Richemont am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn stieg von 390 Mio. auf 760 Mio. Euro. (&95 Prozent). Richemont setzt damit seinen Erfolgskurs nach der Krise fort. Während der Wirtschaftsflaute hatten sich die Kunden bei Luxuswaren von Marken wie Cartier, IWC oder Montblanc eher knausrig gezeigt. Vor einem Jahr hatte Richemont zum gleichen Zeitpunkt einen Umsatzrückgang von 15 Prozent ausgewiesen. Stark gewachsen ist das Unternehmen in den Regionen Asien-Pazifik und Americas. Dort setzte Richemont jeweils über 50 Prozent mehr um (Lokalwährungen: 36 respektive 37 Prozent). Im stärksten Markt Europa trug vor allem Net-A-Porter.com zum Wachstum von 27 Prozent bei. Ohne das Internet-Modehaus sowie unter Ausklammerung des Währungseffekts hätte das Wachstum 16 Prozent betragen. Vorsichtig für zweite Jahreshälfte Der Genfer Konzern profitierte von der derzeitigen Euro-Schwäche, welche die Verkäufe angekurbelt hat, wie es weiter heisst. Die Marge des Konzerns stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 64,8 Prozent. Als Grund dafür gibt Richemont nebst der besseren Verkäufe eine höhere Auslastung der mehrheitlich in der Schweiz liegenden Produktionsstätten an. Für das zweite Halbjahr erwartet Richemont laut Mitteilung, dass sich das Umsatzwachstum verlangsamen wird. Richemont begründet dies mit Wechselkursschwankungen sowie den stärkeren Vorjahresresultaten. Schon in den ersten Monaten 2010 hatten die Verkäufe bei Richemont nach der Krise wieder angezogen.

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