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Razzien gegen Anlagebetrüger - Hoher Schaden statt hoher Rendite

Düsseldorf Mit Grossrazzien in mehreren deutschen Bundesländern sind Polizei und Staatsanwaltschaft gegen drei mutmassliche Anlagebetrüger vorgegangen, die Investoren mit hohen Renditeversprechen geködert haben sollen.

Drei Männer im Alter von 50, 64 und 66 Jahren seien unter dem Verdacht des Betrugs in einem besonders schweren Fall verhaftet worden, teilten die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und das Landeskriminalamt NRW am Dienstag mit. Sie sollen rund 4000 Anleger um etwa 100 Millionen Euro geschädigt haben. 116 Ermittler seien am Montag ausgerückt und hätten Wohnungen und Büroräume in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Hessen durchsucht. Haftbefehle gegen die drei Männer seien vollstreckt worden. Sie seien dringend verdächtig, seit 2002 «in betrügerischer Absicht» Beteiligungen an einer «Business Capital Investors Corp.» vertrieben zu haben. Anlegern seien Renditen in einer Höhe von 15,5 Prozent in Aussicht gestellt worden. In einschlägigen Internet-Foren finden sich noch immer Fragen besorgter Konsumenten, ob diese Gesellschaft nun seriös sei oder nicht. Den Ermittlern zufolge gibt es indes Anhaltspunkte, dass diese Renditen nicht erwirtschaftet, sondern im Rahmen eines Schneeballsystems aus den Anlagebeträgen gezahlt wurden. Erst im Sommer war der wohl grössten Fall von Anlagebetrug in Deutschland vom Landgericht Würzburg verhandelt worden. Der Hauptangeklagte wurde zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und acht Monaten verurteilt - er hatte mit einem Schneeballsystem mehr als 5000 Kleinanleger und zwei Banken um mehr als 300 Millionen Euro geprellt. Auch Kiener hatte unrealistische Renditen von mehr als zehn Prozent versprochen.

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