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Panikverkäufe bei Finanztiteln

Frankfurt/Zürich Panikverkäufe bei Europas Finanztiteln haben am Dienstag vor allem die Aktien der italienischen Unicredit ins Strudeln gebracht.

So fielen die Unicredit-Aktien in Mailand in der Spitze um acht Prozent. Zwei Mal binnen zwei Stunden mussten die Titel an der Mailänder Börse wegen zu hoher Kursschwankungen ausgesetzt werden. Die Aktien haben allein seit Anfang Juli 30 Prozent an Wert verloren. Auch die Intesa-Sanpaolo-Aktien blieben unter Druck und verloren zweitweise 7,3 Prozent. Die meisten übrigen europäischen Bankenwerte gaben ebenfalls deutlich nach: Die Aktien von UBS und Credit Suisse sanken um 2,7 beziehungsweise 2,0 Prozent. In Frankfurt verloren die Titel der Deutschen Bank drei Prozent, Commerzbank-Aktien gaben um 2,5 Prozent nach. Im Stoxx50 führten Barclays die Verliererliste mit einem Abschlag von 4,3 Prozent an. Der Banken-Stoxx-Index verlor 1,6 Prozent. «Italien und Spanien sind jetzt ins Gerede gekommen, und das hat ein ganz anderes Kaliber als Griechenland, Irland und Portugal», erklärte ein Analyst bei der spanischen Bank Espirito Santo. «Das könnte eine echte Systemkrise sein. Das ist eine sehr reale Bedrohung, und die Panik wird zum Selbstläufer.» Die Veröffentlichung eines Stresstest der europäischen Banken am Freitag wurde als weiterer Grund für die Panik angeführt.

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