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Neuseelands Notenbank senkt Leitzins nach Erdbeben kräftig

Wellington Neuseelands Notenbank hat ihren Leitzins aus Angst vor schweren wirtschaftlichen Folgen des jüngsten Erdbebens deutlich gekappt.

Der Schlüsselzins sinkt um einen halben Prozentpunkt auf 2,5 Prozent. Dies teilte die Zentralbank am Donnerstag mit. Die Notenbanker wollen mit dem Schritt verhindern, dass die Wirtschaft zurück in die Rezession fällt. Das Beben am 22. Februar hatte grosse Teile der zweitgrössten neuseeländischen Stadt Christchurch verwüstet. Nach ersten Schätzungen beträgt der wirtschaftliche Schaden umgerechnet rund elf Milliarden Dollar oder acht Prozent der gesamten neuseeländischen Wirtschaftsleistung. Zentralbankgouverneur Alan Bollard deutete in Wellington nach der Entscheidung an, dass der Leitzins so lange niedrig bleiben soll, bis sich der Wiederaufbau der Stadt positiv in den Wirtschaftszahlen bemerkbar macht. «Das wird wohl einige Zeit dauern», fügte er hinzu. Analysten hatten lediglich mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte gerechnet. Die Fachleute gehen davon aus, dass der Leitzins in Neuseeland bis zum kommenden Jahr auf dem nun erreichten Niveau verharren wird. Neuseelands Konjunkturmotor stottert ohnehin seit einiger Zeit. Sowohl der private Konsum als auch die Investitionsbereitschaft der Industrie sind derzeit deutlich schwächer als in dem vom Rohstoffboom beflügelten Nachbarland Australien.

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