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Nach Flugstopp bei Quantas keine Einigung mit Gewerkschaften

Sydney Drei Wochen nach dem spektakulären Flugstopp bei der australischen Fluggesellschaft Qantas wegen Streitereien mit drei Gewerkschaften war am Montag keine Einigung in Sicht.

Sowohl die Piloten als auch die Gepäckträger gaben wenige Stunden vor Ablauf der Einigungsfrist auf. Jetzt müssen Schlichter beim staatlichen Tribunal «Fair Work Australia» in Sydney über Bezahlung und Arbeitsbedingungen entscheiden. Richard Woodward, Sprecher der Pilotengewerkschaft AIPA, warf Qantas vor, die Verhandlungen abgebrochen zu haben. «Qantas hat in den Verhandlungen keinen guten Willen gezeigt», sagte der Chef der Transportarbeitergewerkschaft TWU, Tony Sheldon. Die Ingenieure setzten ihre Verhandlungen zunächst fort. «Beide Seiten sind zu dem Schluss gekommen, dass keine Einigung möglich ist und deshalb geht die Angelegenheit jetzt vor die Schiedsrichter», sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Auch die Gewerkschaft der Gepäckhändler sah keine Aussicht auf eine Einigung. Die Gewerkschaften haben den Flugbetrieb monatelang mit Streiks behindert. Am 29. Oktober unternahm die Fluggesellschaft deshalb den beispiellosen Schritt, den gesamten Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Tausende Passagiere in aller Welt strandeten. Die staatliche Schiedsstelle verhängte ein Verbot jeglicher Arbeitskampfmassnahmen, brachte den Flugbetrieb damit wieder zum Laufen und setzte den Streitparteien eine Frist von drei Wochen, um sich zu einigen. Die Frist läuft an diesem Montag um Mitternacht (14:00 Uhr MEZ) ab.

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