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Media Sturm der Entrüstung gegen Mammut auf Facebook

Am Montag geriet die Outdoorfirma Mammut arg unter Druck durch ihre eigene Online-Community.

Zahlreiche Fans haben sich auf Facebook entrüstet, weil Mammut eine Kampagne von economiesuisse zum CO2-Gesetz unterstützte. Bergsport und gegen das CO2-Gesetz stimmen, das eine CO2- Reduktion von 20 Prozent bis 2020 im Inland erreichen will, das gehe nicht einher, hiess in zahlreichen Kommentaren auf der Facebook- Pinwand des Outdoorausrüsters. Etliche sprachen gar von einem Boykott der Mammut-Produkte solange die Marke auf der Webseite co2.ch von economiesuisse eingetragen bleibe. Losgetreten wurde die Protest-Aktion von einem Facebook-User, der einer Umweltorganisation nahe steht. Danach rollte die Lawine zuerst auf der sozialen Plattform, später nahmen auch die Online- und Printmedien die Geschichte auf. Im Fachjargon wird eine organisierte Aktion mit hunderten kritischen Kommentaren auf einer Facebook-Seite eines Unternehmens salopp «Shitstorm» genannt. Mammut entschuldigte sich am Dienstag bei ihren Fans. «Die massive Kritik der vergangenen Stunden auf der Facebook-Seite hat uns veranlasst, den Eintrag auf der Webseite co2.ch per sofort zu entfernen», schrieb das Unternehmen. «Wir entschuldigen uns bei allen Kritikern, die sich mit diesem Schritt vor den Kopf gestossen fühlten.» Die Tragweite des Entscheids sei klar unterschätzt worden, sagte Mammut-Sprecher Harald Schreiber der Nachrichtenagentur sda. «In Zukunft werden wir solche Handlungen genauer prüfen.» Die Mitglieder auf der Plattform seien sehr gut informiert und emotional an die Marke gebunden. «Dann können solche Protest-Aktionen schnell ausufern.» Nach Mammut steht ein weiteres Unternehmer am Social-Media- Pranger. Sunrise hat sich ebenfalls gegen das CO2-Gesetz bekannt. Trotz kritischen Kommentaren auf der Facebookseite des Unternehmens bleibt Sunrise aber bei ihrem Entscheid.

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