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Lloyd's leidet unter BP-Öldesaster und Erdbeben in Chile

London Die britische Versicherungsbörse Lloyd's of London hat wegen des Öldesasters im Golf von Mexiko und des Erdbebens in Chile im ersten Halbjahr einen Umsatzverlust von fast 50 Prozent verbucht.

«Dieses Jahr haben wir eine Anzahl von Katastrophen gehabt wie in 20 Jahren nicht», sagte Lloyd's-Chef Lord Peter Levene am Dienstag in London. Der Vorsteuer-Gewinn der Versicherungsbörse betrug 628 Millionen Pfund (1,15 Mrd. Fr.), im Vorjahreszeitraum hatte er bei 1,32 Mrd. Pfund gelegen. Levene betonte, dass der Gewinn trotz allem zeige, dass der Markt weiterhin solide sei. Die Nettosumme für Zahlungen nach dem Erdbeben in Chile im Februar werde Schätzungen zufolge bei rund 884 Mio. Pfund liegen, hiess es. Die Kosten für die Explosion der Plattform «Deepwater Horizon» im April und die anschliessende Ölkatastrophe werden auf bis zu 378 Mio. Pfund geschätzt. Der Grossteil davon werde für den Verlust der Ölplattform gezahlt. Hinzu kämen Zahlungen für Schäden etwa durch Stürme in Europa. Lloyd's zahlte im ersten Halbjahr rund 5,9 Mrd. Pfund an Versicherte aus, 365 Mio. mehr als im selben Zeitraum 2009. Die ersten sechs Monate von 2010 seien die kostspieligsten seit dem Beginn der Veröffentlichung der Zahlen vor sechs Jahren gewesen. Lloyd's of London ist ein Versicherungs-Markt, der aus 85 einzelnen Syndikaten besteht. Diese Personen- und Unternehmensgruppierungen teilen sich die Risiken.

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