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Liechtensteiner Finanzplatz zieht wieder Vermögende an

Vaduz Nach der Flucht von zahlreichen Steuerhinterziehern zieht Liechtenstein nach eigenen Angaben nun eine ehrlichere Kundschaft an.

«Mit der Neuausrichtung des Finanzplatzes kommen jetzt neue Kunden», sagte Liechtensteins Regierungschef Klaus Tschütscher der deutschen Zeitung «Euro am Sonntag». Noch hätten aber mehr Investoren als früher das Land verlassen, räumte Tschütscher ein. So seien 2010 gut 6000 Stiftungen und Trusts, die bisher zu den bevorzugten Modellen zur Steuerhinterziehung gehört hatten, gelöscht worden. Tschütscher rechnet zudem mit der raschen Einführung einer Abgeltungssteuer für altes Schwarzgeld aus Deutschland. Das seit August 2009 bestehende Abkommen mit Grossbritannien über die Legalisierung von in der Vergangenheit unversteuerter Vermögen habe sich bewährt. «Ähnliche Überlegungen stellen wir mit Deutschland an», sagte der Regierungschef. Nach erheblichem Druck der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte Liechtenstein im September 2009 mit Deutschland ein Abkommen über den gegenseitigen Austausch von Informationen in Bank- und Steuerfragen abgeschlossen. Ein halbes Jahr zuvor war Tschütscher zum Regierungschef berufen worden. Er hatte durch Lockerung des Bankgeheimnisses erreicht, dass das Land zunächst von der Schwarzen und seit einem Jahr auch von der Grauen Liste der OECD für Steuerparadiese gestrichen wurde.

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