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Lehman Brothers zahlt in Europa weitere Gläubiger aus

London Die vor vier Jahren kollabierte US-Bank Lehman Brothers zahlt in Europa weitere Gläubiger aus.

Dabei handelt es sich erstmals um Gläubiger, die Geld ohne Sicherheiten verliehen haben und damit ganz unten in der Rangfolge stehen. Die teilte die zuständige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) am Freitag in London mit. Die Auszahlung sei im November geplant, die genaue Summe stehe im Moment noch nicht fest. Abgesegnet sind bislang 3,9 Milliarden Pfund (5,9 Milliarden Franken), allerdings haben sogenannte unbesicherte Gläubiger ein Vielfaches dessen an Forderungen geltend gemacht. PwC geht von einer Gesamtsumme von bis zu 55,0 Milliarden Pfund (82,6 Milliarden Franken) aus. Die Auszahlungen hatten sich mehrfach verzögert, was PwC mit dem hohen Prüfungsaufwand begründete. In vielen Fällen ist noch unklar, welche Forderungen überhaupt anerkannt werden. Teilweise wird das vor Gericht ausgetragen. Mit etlichen anderen Gläubigern und Kunden in Europa, wo die Ausgangslage eindeutig war, hat sich PwC bereits geeinigt und insgesamt 13,5 Milliarden Pfund (20,3 Milliarden Franken) an sie ausgezahlt. Lehman Brothers hatte wegen massiver Fehlspekulationen im September 2008 seine Insolvenz erklärt und Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Die Pleite erschütterte das weltweite Finanzsystem. Auch in den USA laufen die Auszahlungen, das Gläubigerschutzverfahren ist dort seit März beendet. Für PwC ist die Insolvenzverwaltung bei dem europäischen Arm von Lehman ein lukratives Geschäft. Die Firma hat bisher über 500 Millionen Pfund (751,0 Franken) dafür bekommen.

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