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Kursstürze und starker Franken zehren an Pensionskassen-Reserven Grösstes Problem der Vorsorgeeinrichtungen sind tiefe Zinsen

Die Kursstürze an den Aktienmärkten im August und der starke Franken zehren an den finanziellen Polstern der Pensionskassen.

Sinkende Renditen lassen die nach der Finanzkrise zum Teil wieder aufgebauten Schwankungsreserven zusammenschmelzen. Ende August wiesen von den Schweizer Pensionskassen die privat- rechtlichen Einrichtungen einen Deckungsgrad von genau 100 Prozent und die öffentlich-rechtlichen Institutionen einen von 88,9 Prozent auf. Die Mittel der privat-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen liegen damit genau auf dem versicherungsmathematischen Wert, bei dem die Mittel die erwarteten Ansprüche der Versicherten noch decken. Zusammen wiesen die 373 von der Fonds- und Anlagegesellschaft Swisscanto untersuchten Pensionskassen einen Deckungsgrad von 95 Prozent auf. Die Mittel der Pensionskassen sind in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen, wie aus den am Mittwoch präsentierten Unterlagen der Swisscanto hervorgeht. Zum Teil ist dies eine Folge des starken Frankens, schreibt das Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken. Der Deckungsgrad aller Pensionskassen wären laut Berechnungen Ende August bei 92,9 Prozent gelandet, wenn sie sich nicht gegen die Kursschwankungen der Währungen abgesichert hätten. Per Ende 2010 verfehlten die Pensionskassen aber die für das Jahr angegebene Zielrendite von 4,6 Prozent. Stattdessen erreichten sie 2,9 Prozent, was laut Swisscanto die angespannte Situation der Vorsorgeeinrichtungen unterstreicht. Laut Swisscanto-Geschäftsführer Gérard Fischer belasten die europäische Schuldenkrise und der unsichere Kurs der Leitwährungen Dollar und Euro die Pensionskassen «in höchstem Masse». Längerfristig verunmöglichen es laut Swisscanto aber vor allem die tiefen Zinsen, die versprochenen Renditen zu erwirtschaften. Notiz an die Redaktion: folgt Zusammenfassung am Nachmittag

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