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Verregneter Sommer bedroht Jobs im Tourismus

Das Konjunkturforschungsinstitut der ETH rechnet mit weniger neuen Jobs in der Schweiz. Stellen einsparen wollen vor allem die von Wetter und Eurokurs geplagten Branchen.

Die jüngsten Beschäftigungszahlen sind noch positiv, für die nächsten Monate sind die Unternehmen aber pessimistischer gestimmt: Grün der Beschäftigungsindikator der KOF (linke Skala), rot die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr in Prozent (rechte Skala). (Grafik: KOF)
Die jüngsten Beschäftigungszahlen sind noch positiv, für die nächsten Monate sind die Unternehmen aber pessimistischer gestimmt: Grün der Beschäftigungsindikator der KOF (linke Skala), rot die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr in Prozent (rechte Skala). (Grafik: KOF)

Die Schweizer Unternehmen dürften in den nächsten Monaten weniger Stellen schaffen als noch bis vor kurzem. Für die Konjunkturforscher der ETH Zürich lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, ob dies eine Wende am Arbeitsmarkt bedeutet.

Die nahe Zukunft sei für die Unternehmen aber von zunehmender Unsicherheit geprägt, schreibt das Konjunkturforschungsinstitut (KOF) . Der Beschäftigungsindikator des Instituts sank von 1,3 Punkten vor drei Monaten auf -1 Punkt. Das heisst, dass die Unternehmen im April noch spürbar optimistischer gestimmt gewesen waren.

Exportwirtschaft hält sich zurück

In der Industrie und im Gastgewerbe plant laut KOF eine Mehrheit der Arbeitgeber, Stellen einzusparen. Im Gastgewerbe und im Tourismus sei dafür nicht nur der starke Franken, sondern der verregnete Sommer ein Grund. Die Exportwirtschaft halte sich vor allem wegen Sorgen um die Weltwirtschaft mit Neueinstellungen zurück.

Im Bankwesen, im Baugewerbe, im Gross- und Detailhandel sowie im Projektierungsbereich dürften Stellensuchende weiter Angebote finden. Insgesamt werde in diesen Branchen der Stellenbestand etwa gleich hoch blieben wie jetzt.

Positive Signale kommen dafür aus der Versicherungsbranche. Es sei mit einem «bedeutenden Stellenaufbau zu rechnen», schrieben die Wirtschaftsforscher in ihrer dreimonatlichen Einschätzung.

SDA/mw

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