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US-Wirtschaft wächst dank Handel

Der US-Notenbank hat ihren Konjunkturbericht veröffentlicht. Demnach hat die Aktivität der weltgrössten Volkswirtschaft im Juli und August etwas Zugenommen. Eine Achillesferse bleibt jedoch.

Autoverkäufe stiegen wieder: Eine Autovertretung in Santa Monica, Kalifornien.
Autoverkäufe stiegen wieder: Eine Autovertretung in Santa Monica, Kalifornien.
Keystone

Die US-Wirtschaft ist nach Einschätzung der Notenbank weiter leicht gewachsen. Die Aktivität habe im Juli und Anfang August graduell zugenommen, hiess es im Konjunkturbericht der Federal Reserve.

Der Handel habe zugelegt, was etwa an den Autoverkäufen abzulesen sei. Schwächer sei die Entwicklung dagegen in der verarbeiteten Industrie ausgefallen. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft etwas stärker als bislang angenommen gewachsen. Wie das Handelsministerium mitgeteilt hatte, legte das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni mit einer Jahresrate von 1,7 Prozent zu.

Achillesferse der Wirtschaft bleibt die hohe Arbeitslosigkeit. Im Beige Book, das den Beginn des dritten Quartals abdeckte, deuteten die Notenbanker an, dass die Erholung nicht stark genug sei, um Unternehmen zu deutlich mehr Einstellungen zu bewegen.

Wachstum von zwei Prozent notwendig

In den meisten Fed-Bezirken sei die Beschäftigung stabil geblieben oder nur leicht gewachsen, hiess es. Die hohe Arbeitslosigkeit belastet die US-Wirtschaft, die traditionell stark von der Kauflaune der Amerikaner abhängt.

Ökonomen halten ein Wirtschaftswachstum in den USA von mehr als zwei Prozent für notwendig, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Im Juli war die Arbeitslosenquote von 8,2 auf 8,3 Prozent gestiegen.

Das verschärft den Druck auf Präsident Barack Obama. Da ihm die flaue Konjunktur und hohe Arbeitslosigkeit angelastet werden, muss er im November um seine Wiederwahl bangen.

Rede von Bernanke

Fed-Chef Ben Bernanke wird am Freitag bei der mit Spannung erwarteten Notenbankerkonferenz in Jackson Hole in den Rocky Mountains eine Rede halten. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass Bernanke die Gelegenheit nutzen könnte, neue Staatsanleihenkäufe und damit einen weiteren Stimulus für die US- Wirtschaft anzukündigen.

Viele Analysten bezweifeln dies jedoch, da die Fed erst in gut zwei Wochen über ihren weiteren Kurs entscheiden will und bis dahin unter anderem die extrem wichtige Veröffentlichung aktueller Arbeitsmarktdaten noch auf der Agenda steht.

Zudem weiss die Fed Mitte September wahrscheinlich auch, welche Massnahmen gegen die Euro-Schuldenkrise die Europäische Zentralbank (EZB) ergreifen will. Deren Präsident, Mario Draghi, sagte den Besuch in Jackson Hole am Dienstag kurzfristig ab. Als Grund wurde Arbeitsüberlastung genannt.

SDA/kpn

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