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US-Handelsdefizit auf höchstem Stand seit 2008

Das Aussenhandelsdefizit der USA ist im Mai gleich um 15 Prozent angestiegen. Gegenüber China ist das Missverhältnis am grössten.

Viel Importe: Im Containerhafen von Los Angeles.
Viel Importe: Im Containerhafen von Los Angeles.
Keystone

Das Aussenhandelsdefizit der USA ist im Mai auf den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren gestiegen. Als Folge drastisch gestiegener Ölimporte ist das amerikanische Handelsdefizit im Mai auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 angewachsen. Das teilte das amerikanische Handelsministerium am Dienstag mit. Demnach stieg das Defizit im Mai um 15,1 Prozent auf 50,2 Milliarden Dollar (rund 35,8 Milliarden Euro).

Den Angaben zufolge fielen die US-Exporte um 0,5 Prozent auf 174,9 Milliarden Dollar, während die Importe um 2,6 Prozent auf 225,1 Milliarden Dollar zulegten. Das US-Handelsdefizit gegenüber China schnellte im Mai auf 25 Milliarden Dollar hoch und erreichte damit das grösste Missverhältnis seit November 2010. Für das beispiellose Handelsdefizit machen die USA und amerikanische Firmen die chinesische Währungspolitik verantwortlich, die nach ihren Angaben chinesischen Exporteuren einen unfairen Preisvorteil verschafft.

Das Handelsdefizit gegenüber Japan fiel dagegen um 26,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Japanische Unternehmen erholten sich allerdings allmählich von der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März, sodass in den kommenden Monaten wieder mit einer Zunahme der Exporte in die USA zu rechnen sei, erklärten Ökonomen.

SDA/jak

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