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SMI schliesst unverändert – DAX gibt nach

Der Schweizer Aktienmarkt ist ohne grosse Veränderungen aus dem Handel gegangen. Aufgrund der abwartenden Haltung der Anleger vor dem Fed-Entscheid hat die deutsche Börse mit Verlusten geschlossen.

Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Zinsentscheids der US-Notenbank Fed hielten sich die Anleger zurück. Ausserdem sei trotz der Hoffnung auf eine Lösung in der Euro-Schuldenkrise die Verunsicherung an der Börse nach wie vor gross, hiess es am Markt weiter. Dies führte dazu, dass der Leitindex während des ganzen Tages zwischen der Gewinn- und der Verlustzone hin und her wechselte.

Als Stütze dienten dem SMI die Aktien der Grossbanken und der Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche. Dagegen schlossen die meisten Zykliker den Handel im Minus ab. Der SMI stieg um 0,07 Prozent auf 5475,34 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) ging dagegen um 0,08 Prozent auf 821,78 Zähler zurück. Der Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,03 Prozent auf 4985,95 Punkte. Tagessieger im Blue-Chips-Segment waren die Aktien der Credit Suisse, die sich um 3,5 Prozent verteuerten. Auch die UBS ( 0,8 Prozent) konnte zulegen.

Roche als Tagesgewinner

Die Titel des Erstversicherers ZFS ( 1 Prozent) schlossen den Handel ebenfalls klar fester ab. Swiss Re (-0,8 Prozent) konnten sich bis zum Schluss nicht in der Gewinnzone halten. Die Aktien des Lebensversicherers Swiss Life gaben um 1,1 Prozent nach. Als Gewinner gingen die Pharma-Schwergewichte Roche ( 0,7 Prozent) und Novartis ( 0,5 Prozent) aus dem Handel. Nestlé boten dem Gesamtmarkt mit einem Minus von 0,6 Prozent keine Unterstützung.

Am meisten gaben im SMI/SLI Actelion (-2,6 Prozent) nach. Unter Druck standen aber auch Zykliker wie Nobel Biocare (-2,4 Prozent), Logitech (-2,4 Prozent), Holcim (-1,7 Prozent) oder Givaudan (-1,5 Prozent). Im breiten Markt verloren Gurit mit 5,8 Prozent deutlich an Wert. Der Spezialkunststoff-Hersteller gründet einen neuen Geschäftsbereich. Für Goldbach ging es 2,7 Prozent abwärts.

Auf der Gegenseite kletterten Swissmetal um 20,7 Prozent in die Höhe. Der finanziell angeschlagene Buntmetallhersteller hatte eine Nachlassstundung bewilligt bekommen.

Verunsicherung vor dem Fed-Entscheid

Auch in Deutschland hat die abwartende Haltung vieler Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zu deutlichen Verlusten am deutschen Aktienmarkt geführt. In den Hintergrund trat der positive Grundton der Nachrichten aus Griechenland. Hier ging der Markt fest von einem Beschluss der Griechen zugunsten ihres Sparprogrammes aus. Der DAX gab 2,5 Prozent ab auf 5.434 Punkte. Der MDAX verlor 1,7 Prozent auf 8.724 Zähler. Der TecDAX verschlechterte sich um 1,3 Prozent auf 687 Punkte.

Die New Yorker Wall Street entwickelte sich uneinheitlich. Gegen 18.00 Uhr (MESZ) lag der Dow-Jones-Index mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 11.367 Punkten. Der Nasdaq-Composite stieg hingegen um 0,4 Prozent auf 2.600 Zähler.

Der Euro konnte im Vergleich zum Dollar Boden wettmachen. Gegen 18.00 Uhr notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3723 Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,3636 Dollar fest.

SDA/wid

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