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Schweizer Rüstungsexporte mehr als halbiert

Schweizer Waffen und andere Rüstungsgüter waren im ersten Quartal kein Renner. Der beste Kunde war Deutschland.

In der Schweiz werden immer weniger Waffen hergestellt: Eine SIG-Sauer-229-Pistole und zwei Patronen. (Archivbild)
In der Schweiz werden immer weniger Waffen hergestellt: Eine SIG-Sauer-229-Pistole und zwei Patronen. (Archivbild)
Keystone

Schweizer Rüstungsfirmen haben im ersten Quartal 2013 deutlich weniger Kriegsmaterial ausgeführt als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr: Die Waffenexporte gingen um 65 Prozent auf 82 Millionen Franken zurück. Hauptabnehmer war Deutschland.

Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren Kriegsgüter im Wert von rund 234 Millionen Franken in andere Länder geführt worden. Das zeigt die am Dienstag von der Eidgenössischen Zollverwaltung veröffentlichte Statistik der Kriegsmaterialexporte.

Hinter Deutschland folgt Italien

Am meisten Waffen gingen nach Deutschland. Das Nachbarland führte Waffen im Wert von rund 21 Millionen Franken ein – mehr als ein Viertel aller Exporte. Zwischen Januar und März vor einem Jahr war es Kriegsmaterial im Wert von knapp 45 Millionen Franken.

Hinter Deutschland folgte Italien mit rund 13,7 Millionen Franken. Aber auch die USA waren in den ersten drei Monaten 2013 mit 8,2 Millionen Franken ein wichtiger Abnehmer. Nach Grossbritannien sowie nach Saudiarabien wurden Waffen im Wert von 6,2 respektive 5,4 Millionen Franken exportiert.

Millionendeal abgeschlossen

Der Exportrückgang im Waffengeschäft ist vor allem damit zu erklären, dass die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) von 131 Millionen Franken im ersten Quartal 2012 auf rund 11'000 Franken im gleichen Zeitraum 2013 zurückgegangen sind. Grund dafür ist der abgeschlossene Flugzeugdeal.

Der Verkauf von total 25 PC-21-Trainingsflugzeugen des Herstellers Pilatus hatte in den vergangenen zwei Jahren für die Schweiz ein Millionengeschäft bedeutet. 2011 hatte dieser Deal sogar 258 Millionen Franken eingebracht – und damit wesentlich zum Rekordwert der Rüstungsexporte beigetragen.

In der Statistik fällt weiter auf, dass die Exporte nach Indien deutlich abgenommen haben. Während in den ersten drei Monaten 2012 noch Güter im Wert von 7,5 Millionen Franken geliefert worden waren, waren es ein Jahr später nur noch rund 320'000 Franken. Zudem erfolgte ein grosser Rückgang bei den Waffenexporten nach Belgien, wo knapp 4 Millionen Franken weniger für Schweizer Kriegsgüter investiert wurden. Auch nach Norwegen und Spanien wurden weniger Waffen verkauft.

Saudiarabien als wichtiger Markt

Deutlich zugenommen haben hingegen die Waffenausfuhren nach Saudiarabien - von 1,2 Millionen Franken im ersten Quartal 2012 auf 5,4 Millionen Franken im gleichen Zeitraum 2013.

Auch Frankreich, Italien, Grossbritannien, Schweden und Österreich, Kanada und Singapur führten im ersten Quartal 2013 für deutlich mehr Geld Waffen ein.

(SDA)

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