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Schweizer Börse blendet Anschläge in Brüssel rasch aus

Die Terrorakte in der belgischen Hauptstadt haben die Börse hierzulande nur vorübergehend belastet.

Lokalisierungskarte: Die Terroranschläge ereigneten sich am Brüsseler Flughafen Zaventem und an der Maalbek-Metrostation im Zentrum der Stadt.
Lokalisierungskarte: Die Terroranschläge ereigneten sich am Brüsseler Flughafen Zaventem und an der Maalbek-Metrostation im Zentrum der Stadt.
Gerhard Riezler, Keystone
Gewaltige Detonation: Geborstene Scheiben zeugen von der Wucht der Explosionen am Brüsseler Flughafen. (22. März 2016)
Gewaltige Detonation: Geborstene Scheiben zeugen von der Wucht der Explosionen am Brüsseler Flughafen. (22. März 2016)
Francois Lenoir, Reuters
Zu Ehren der Toten und aus Solidarität zu den nördlichen Nachbarn erleuchtet der Eiffelturm am Dienstagabend in den Farben der belgischen Nationalflagge.
Zu Ehren der Toten und aus Solidarität zu den nördlichen Nachbarn erleuchtet der Eiffelturm am Dienstagabend in den Farben der belgischen Nationalflagge.
Lionel Bonaventure, AFP
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Die Anleger liessen sich nicht allzu lange aus dem Tritt bringen, sagten Händler. Die Kurse machten einen Grossteil ihrer frühen Abschläge wieder wett.

Nachdem der SMI am Morgen noch um bis zu 1,6 Prozent abgestürzt war, wurde das Kursminus bereits bis zum Mittag grösstenteils wieder aufgeholt. Nach den Anschlägen habe sich allerdings das Britische Pfund nachhaltig geschwächt gezeigt, was einen Hinweis auf den gesamten Schaden liefert, den der Terror verursacht, so eine Meinung.

Die noch unentschlossene Mehrheit in Grossbritannien könnte nach dem heutigen Angriff in Richtung Brexit tendieren, und den entsprechenden Effekt an den Finanzmärkten würde man dann erst später sehen. Die Verunsicherung der Investoren zeigte auch der Volatilitätsindex VSMI, der am Morgen deutlich anzog.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,04 Prozent höher bei 7853,07 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) ebenfalls 0,04 Prozent auf 8345,22 Zähler.

Baloise als grösster Verlierer

Baloise (-2,6 Prozent) war nach der vorbörslichen Zahlenvorlage am Schluss die grössten Verlierer. Die Ergebnisse für 2015 wurden unterschiedlich bewertet. Einige Investoren monierten besonders, dass die erhoffte Dividendenerhöhung ausgeblieben ist.

Auch die Terrorangst machte sich bemerkbar. Mit Verlusten schlossen mit Richemont (-1,7 Prozent), Dufry (-1,2 Prozent) und Swatch (-0,6 Prozent) laut Händlern Werte, die eine nachlassende Reisetätigkeit respektive veränderte Konsumausgaben am deutlichsten zu spüren bekämen. Ausserdem gingen die Schweizer Uhrenexporte im Februar den achten Monat in Folge zurück.

Die Grossbankentitel Credit Suisse (-1,5 Prozent) büsste ebenfalls deutlich ein, UBS (-0,1 Prozent) verlor am Schluss nur noch kaum merklich.

Pharmawerte legen zu

Sehr schwach zeigte sich zudem die schwergewichtigen Nestlé (-1,2 Prozent). Roche ( 0,2 Prozent) legte etwas zu, und Novartis ( 1,6 Prozent) konnte entgegen den Markttrend gar deutlich avancieren.

In die Gewinnzone konnte sich neben Novartis zudem besonders auffällig Actelion ( 3,9 Prozent) vorkämpfen, nachdem das Biopharma-Unternehmen für sein Mittel Uptravi in Neuseeland und Australien die Zulassung erhalten hatte. Die Titel hatten zudem in der vergangenen Woche einen überdurchschnittlich schwachen Lauf.

Klare Gewinne verzeichneten zudem LafargeHolcim ( 2,0 Prozent), Galenica ( 1,3 Prozent) und Aryzta ( 1,1 Prozent).

Meyer Burger blutet

Am breiten Markt legten indes zahlreiche Unternehmen Jahreszahlen vor. Wie ein Händler kommentierte, gab es dabei viel Licht und Schatten. Auf der Schattenseite stand ohne Frage Meyer Burger (-13 Prozent). Im Minus schlossen zudem Komax (-2,7 Prozent), Vetropack (-1,7 Prozent), Siegfried (-0,9 Prozent) und Conzzeta (-0,2 Prozent).

Lastminute.com (-0,5 Prozent) wurde bis zum Nachmittag nicht gehandelt, stand dann zunächst deutlich im Plus, um dann am Schluss doch abzugeben. Nach Zahlen legten dagegen Partners Group ( 7,1 Prozent) und Orell Füssli ( 6,1 Prozent) kräftig zu.

SDA/fal

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